Fischbach
Biosphärenhaus seit drei Jahren geschlossen: Natur erobert Gelände zurück
Die Sonne scheint, die Bäume zeigen ihre hellgrünen Blätter, kein Wölkchen in Sicht – es ist perfektes Ausflugswetter. Ein Wetter und eine Jahreszeit, die früher zum Besuch des Biosphärenhauses in Fischbach bei Dahn und dem Baumwipfelpfad eingeladen hätten. Doch seit Oktober 2023 ist das Biosphärenhaus dauerhaft geschlossen.
Auf den ersten Blick ist das dem Biosphärenhaus nicht anzusehen. Das Gebäude, das auf einem Hügel steht, ist schon von weitem sichtbar, die Solarpaneelen auf dem Dach reflektieren das Sonnenlicht. Am Fuß liegen Parkplätze, Tafeln informieren darüber, welche Wanderwege es in der Umgebung gibt. Sie sind über das frei zugängliche Gelände erreichbar, auf dem das Biosphärenhaus steht.
Am Hang ist die Figur eines Dinosauriers aufgebaut, seine Farbe ist von der Sonne ausgebleicht. An der gläsernen Eingangstür des großen Gebäudes hängt ein laminiertes Schild: „Biosphärenhaus geschlossen!“, ist darauf zu lesen. Im Innern steht ein Durchgang-Verboten-Schild auf der Treppe. Von außen ist der Schriftzug Café – Restaurant an die Hausmauer aufgebracht.
Natur erobert Teile des Areals zurück
Bei näherem Hinsehen lässt sich erkennen, dass der Bereich rund um das Gebäude nicht mehr regelmäßig gepflegt wird: Aus den Fugen wachsen Unkräuter, in den Schautafeln hängen Werbeplakate für Veranstaltungen, die schon längst vergangen sind.
Die Natur hat sich Teile des Areals bereits zurückgeholt, besonders im Kräutergarten, der links neben dem Biosphärenhaus liegt, wird das deutlich. Die Hinweistafeln, was hier zu sehen sein soll, stehen noch. Doch die Kräuterschnecke ist unter einer wuchernden Brombeerranke verborgen, in den anderen Beeten wächst Gras. Die Treppenstufen sind über und über mit Unkraut bedeckt.
Wenige Meter weiter liegt das ehemalige Naturerlebniszentrum Wappenschmiede. Manche Rollos sind heruntergelassen, doch der Saal in dem gläsernen Rondell ist noch bestuhlt. Zuletzt hatte der Gemeinderat Fischbach das Biosphärenhaus mit Wappenschmiede im März 2023 vermietet, seit Oktober 2023 ist der Betrieb eingestellt und es wird darüber beraten, das Ensemble zu verkaufen.
Baumwipfelpfad ist geschlossen
Von hier aus weist ein Schild den Weg zum Baumwipfelpfad. Der Eingangsbereich ist verschlossen, die Türen zu. Laut Schildern ist der Bereich videoüberwacht, der Eintritt verboten. Der Baumwipfelpfad ist von einem Zaun umgeben, doch die Struktur ist klar durch die Bäume zu erkennen. Immer wieder gibt sie metallische Geräusche von sich, auf dem Rutschenausgang, der ebenfalls durch einen Zaun gesichert ist, liegen Blätter.
Verteilt auf dem Gelände weisen etliche Schilder die Attraktionen des Biosphärenhauses aus, bunte Tafeln hängen und stehen überall und informieren immer noch über das Ökosystem Wald. Dadurch wirkt das ganze Gelände, als liege es im Dornröschenschlaf. Alles ist noch da, wird aber nicht mehr genutzt. So wie der Wohnmobilstellplatz, der völlige zugewachsen ist. Eine Sperre aus Holzstämmen verhindert, dass auf dem Platz geparkt werden kann.
Spielplatz ist noch zugänglich
Wenige Meter weiter liegt die ehemalige Grillhütte verlassen da, die Rollläden sind heruntergelassen. Verlassen wirkt auch der ehemalige Biosphären-Hofladen, das Dach ist voller Moos, die Hausfassade fleckig.
Einzige Ausnahme ist der Spielplatz, der frei zugänglich und mit vielen verschiedenen Spielgeräten ausgestattet ist. Er kann benutzt werden und bietet seinen kleinen Besuchern jede Menge Abwechslung. Er ist ein starker Kontrast zum übrigen Gelände, an dem die Spuren der vergangenen, unbelebten Zeit deutlich zu sehen sind.
