Lambsborn Begegnungsplatz in Lambsborn: Soll eine Photovoltaikanlage den Strom liefern?
Am neuen Begegnungsplatz mit barrierefreier Bushaltestelle in der Ortsmitte soll bald gearbeitet werden. Markus Schwarz sagte schon vor einigen Wochen gegenüber der RHEINPFALZ: „Wir machen hier weiter.“ Der Ortsbürgermeister schloss dabei eine teilweise Umsetzung der Pläne noch vor der Hauptstraßensanierung nicht aus. Nun stellte Frank Kühn vom gleichnamigen Hütschenhauser Ingenieurbüro dem Rat die elektrotechnische Fachplanung für den Platz vor.
Am Begegnungsplatz soll hinter der Buswartehalle eine größere zweite Halle entstehen. Dazu gibt es eine Bank und weitere Sitzgelegenheiten auf Mauern. Auf dem Platz, der von Sträuchern und Bäumen umgeben sein wird, sollen vier Verkaufsautomaten stehen. Zwei sind bereits da. In der Mitte des Areals soll genügend Raum und Technik vorhanden sein, um jährlich einen Weihnachtsbaum aufstellen und diesen beleuchten zu können.
Mastenleuchten und Bodenlampen
Kühn plant mit effizienten LED-Lampen. Das meiste Licht kommt dann von vier Laternen mit sechs Meter hohen Masten. Dazu werden Bodenleuchten verbaut. Die Beleuchtung könnte mithilfe einer Zeitschaltuhr und von Dämmerungsschaltern gesteuert werden. Braucht man das Licht auch am Tag, kann es manuell eingeschaltet werden. Um die Beleuchtung des Christbaums zu ermöglichen, wird ein Unterflursystem mit vier Steckdosen verbaut. Das sei so robust, dass es sogar das versehentliche Überfahren durch ein Auto unbeschadet überstehen könne.
Der Strom kommt mithilfe eines Verteilerkastens auf den Platz. In der ursprünglichen Planung gab es noch die Überlegung, die Dächer der Wartehalle und der Automaten mit Photovoltaik (PV) auszustatten. Das wäre allerdings nicht wirtschaftlich, weil die Energieverbräuche auf dem Platz zu gering sind. „Das würde sich nur lohnen, wenn man an der Stelle kontinuierlich Strom abgreift“, erläuterte Kühn. Ladestationen für E-Bikes und Handys sind mit den gestrichenen Solaranlagen vorerst zurückgestellt.
Vier Kühlsysteme im Dauerbetrieb
William Gortner meinte, man könne doch trotzdem eine PV-Anlage auf der Halle installieren: „Ein Glasdach kostet ja auch Geld. Wenn die Photovoltaik nur so viel Strom produziert, dass sich das Dach bezahlt macht, haben wir ja schon was verdient. Immerhin haben wir hier auch zwei bis vier Automaten mit Kühlsystemen im Dauerbetrieb vorgesehen. Außerdem haben wir als Gemeinde eine Vorbildfunktion.“ Durchlässige PV-Lichtplatten seien dazu nur unwesentlich teurer.
Einigkeit bestand im Rat darüber, dass sich ein Einspeisen des überschüssigen Stroms ins Netz nicht lohnen werde. Unter anderem wegen der hierfür notwendigen Zählereinheiten. „Am Ende haben wir mehr Kosten damit als Einkünfte“, äußerte Kühn seine Befürchtung. Wird der Platz ohne PV-Anlage gebaut, kostet die Stromversorgung rund 33.500 Euro. Mit PV-Anlage und Energiespeicher sei mit mindestens 10.000 Euro mehr zu rechnen. Der Entwurf wurde einstimmig abgesegnet. Ob Photovoltaik verwendet wird oder nicht, bleibt vorerst offen.