Rodalben RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeisterwahl: Peter Spitzer setzt sich in Stichwahl klar durch

Rodalbens Stadtbürgermeister Claus Schäfer (links) gratuliert Wahlsieger Peter Spitzer (rechts).
Rodalbens Stadtbürgermeister Claus Schäfer (links) gratuliert Wahlsieger Peter Spitzer (rechts).

Peter Spitzer feiert einen deutlichen Sieg gegen Claus Schäfer und wird zum 1. Januar 2026 Verbandsbürgermeister von Rodalben. Eine Zahl sorgt für Irritationen.

1147 Stimmen Vorsprung hatte Peter Spitzer (SPD) am Sonntagabend auf Claus Schäfer (CDU). Das ist ein deutliches Ergebnis. Spitzer lag in allen sechs Orten der Verbandsgemeinde Rodalben vor Schäfer. Selbst in der CDU-Hochburg Rodalben, wo Schäfer Stadtbürgermeister ist, zog er an seinem Konkurrenten vorbei und kam auf 53,6 Prozent der Stimmen. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen hatte Schäfer in Rodalben einen Vorsprung von 189 Stimmen auf Spitzer, jetzt lag Spitzer 208 Stimmen vor Schäfer.

„Ich bin hochzufrieden“, sagte Spitzer angesichts des deutlichen Ergebnisses, für ihn habe die Wahl „auf Messers Schneide gestanden“. Vor zwei Wochen war er von seinem Wahlergebnis, als er mit 46,1 Prozent vorne lag, überrascht. „Ich hatte mich gefreut, dass ich so gut abgeschnitten hatte. Claus Schäfer hatte bei seiner Wahl zum Stadtbürgermeister 75 Prozent der Stimmen bekommen. Das war der starke Gegner, den ich erwartet habe“, sagte er. Mit 59,4 Prozent der Stimmen sei er „sehr stark ins Amt gewählt worden“.

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Siegesfeier im Spiegelbrunnen

Der 53-Jährige hatte den Wahlsonntag mit seiner Familie verbracht, hatte das Feuerwehrfest in Rodalben besucht und beim Erbsenhoffest in seiner Heimatgemeinde Donsieders vorbeigeschaut. Nach dem Wahlsieg stand noch ein Abstecher in den Spiegelbrunnen an. „Ich genieße jetzt den Wahlerfolg mit meiner Familie. Ab der nächsten Woche werde ich mir Gedanken machen, wie es ab dem 1. Januar weitergeht“, sagte er.

Die Wahl war um 18.32 Uhr entschieden, obwohl noch das Ergebnis aus Clausen fehlte. Es war der Zeitpunkt, als Spitzer mit seiner Familie in der Verbandsgemeindeverwaltung eintraf. Claus Schäfer war mit seiner Familie schon früher da, die Nervosität war ihm anzusehen. Als sich abzeichnete, dass er nicht gewinnen wird, spendeten ihm die ersten Parteifreunde Trost. „Ich bin schon ein bisschen enttäuscht“, räumte Schäfer ein. „Wenn man sich einer Wahl stellt, muss man auch damit rechnen, dass man verlieren kann“, sagte er. „Die Wahl ist klar ausgegangen, der Wähler hat das so bestimmt. Ich bedanke mich bei allen Wählern und wünsche Peter Spitzer alles Gute für das neue Amt“, sagte Schäfer.

Verwirrung um Wahlbeteiligung

„Es ist, wie es ist“, kommentierte der CDU-Kreisvorsitzende Philipp Andreas das Wahlergebnis und lobte den großen Einsatz von Schäfer in diesem Wahlkampf: „In den letzten zwei Wochen war Claus Schäfer jeden Tag unterwegs, er war an den Haustüren, hat ein neues Printprodukt mit den wichtigsten Punkten verteilt.“

Für kurzzeitige Enttäuschung hatte die vermeintlich geringe Wahlbeteiligung von 26,6 Prozent gesorgt. Es stellte sich heraus, dass ein Softwarefehler die Ursache war. Statt 11.595 Wahlberechtigte war die doppelte Anzahl erfasst. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,3 Prozent, 6184 Wähler haben ihre Stimme abgegeben, 93 Stimmen waren ungültig.

Ergebnisse

VG Rodalben (gesamt) Stimmen/Prozent

Claus Schäfer 2472/40,6

Peter Spitzer 3619/59,4

Clausen

Claus Schäfer 222/32,1

Peter Spitzer 469/67,9

Donsieders

Claus Schäfer 135/27,1

Peter Spitzer 364/72,9

Leimen

Claus Schäfer 169/42,6

Peter Spitzer 228/57,4

Merzalben

Claus Schäfer 191/34,8

Peter Spitzer 358/65,2

Münchweiler

Claus Schäfer 399/38,6

Peter Spitzer 636/61,4

Stadt Rodalben

Claus Schäfer 1356/46,4

Peter Spitzer 1564/53,6

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