HAUENSTEIN RHEINPFALZ Plus Artikel Arbeiten Im Seefeld nach knapp einem Jahr so gut wie fertig

Der Ausbau der Straße Im Seefeld steht vor dem Abschluss. Derweil gibt es im Straßenbauprogramm der Gemeinde Verschiebungen.
Der Ausbau der Straße Im Seefeld steht vor dem Abschluss. Derweil gibt es im Straßenbauprogramm der Gemeinde Verschiebungen.

Die Straße Im Seefeld steht nach einer Bauzeit von – mit Unterbrechungen – fast einem Jahr vor der Fertigstellung. Welche der gemeindlichen Straßen als nächste ausgebaut wird und wie das Straßenbauprogramm für die nächsten Jahre aussieht, darüber soll in den nächsten Wochen entschieden werden.

Ende Mai 2020 hatten mit der Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen die Bauarbeiten in der Straße Im Seefeld, die eine wichtige Zubringerfunktion zum Deutschen Schuhmuseum erfüllt, begonnen. Die Tiefbauarbeiten wurden von der Firma Maué aus Schopp im Auftrag der Verbandsgemeindewerke durchgeführt. Dabei wurde die in die Jahre gekommene Infrastruktur für Wasser und Abwasser erneuert und auch Hausanschlüsse auf den neuesten Stand gebracht. Die Investitionen der Werke, die bei von den Ortsgemeinden geplanten Straßenausbaumaßnahmen immer auch die „Unterwelt“ sanieren, beliefen sich auf rund 400.000 Euro.

Nur noch Restarbeiten

Seit Mitte Oktober 2020 war die Firma Eurovia Teerbau mit den Straßenbauarbeiten befasst. Das Unternehmen aus Neunkirchen hatte mit 453.000 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Die Bauarbeiten wurden in zwei Bauabschnitten durchgeführt. Sie wurden an der Einmündung Weißenburger Straße/Im Seefeld begonnen. Der Bereich bis zur Höhe der früheren Ass-Schuhfabrik wurde vor der Winterpause ausgeführt. Der zweite Bauabschnitt bis zur Turnstraße ist jetzt weitgehend und planmäßig fertiggestellt. Ein paar Restarbeiten sind noch zu erledigen, bevor die Straße in den nächsten Tagen wieder freigegeben werden kann.

Wie Ortsbürgermeister Michael Zimmermann mitteilte, werde man im laufenden Jahr wohl keine weiteren Ausbaumaßnahmen an gemeindlichen Straßen in Angriff nehmen. Nach dem im Januar 2019 vom früheren Gemeinderat beschlossenen Straßenbauprogramm für die Jahre 2019 bis 2023 stünde für 2021 eigentlich der Ausbau eines Teilstücks der Queichstraße von der Kreuzung Gartenstraße bis zur Kreuzung vor der Dreifaltigkeitskirche an.

Hier aber stellt sich nach wie vor das Problem des Gillenbach-Durchlasses an der Einfahrt zum Edeka-Parkplatz: Ist ein teurer Brückenneubau notwendig oder ist eine günstigere Sanierung möglich? Um diese Frage zu klären, wurde ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Letztlich geht es ums Geld: Ein Neubau des Durchlasses könnte nicht – wie der Straßenausbau – über Wiederkehrende Beiträge, sondern müsste aus dem Haushalt der Ortsgemeinde finanziert werden.

Die ebenfalls für 2021 vorgesehene Sanierung der Straßenzüge „Auf der Kuppe“ und „Am Zimmerberg“ zwischen Sonnenstraße und Anwesen Nr. 4 Auf der Kuppe wird, so Zimmermann, ins nächste Jahr verschoben. Hier ist man mit den Vorarbeiten noch nicht so weit, dass man in diesem Jahr beginnen könnte. Der Ausbau, der wegen der Umleitungssituation nicht unproblematisch werden dürfte und wohl bei einseitiger Verkehrsführung durchgeführt werden muss, wurde auf 278.000 Euro geschätzt.

Projekte werden verschoben

Auch ansonsten gibt es Verschiebungen: Der dritte Bauabschnitt der Pirminiusstraße, für dessen Ausbau im Jahr 2022 insgesamt 430.000 Euro im Straßenbauprogramm vorgesehen waren, wird zunächst aufgeschoben. Ebenfalls nicht zum Tragen kommt der eigentlich für 2022 ins Auge gefasste Ausbau der Gehwege entlang der L 495, der Weißenburger Straße. Hier schiebt der Landesbetrieb Mobilität die notwendige Straßensanierung, in deren Zuge auch die Gehwege erneuert werden sollten, weiter vor sich her. „Der Leiter des LBM Kaiserslautern, Richard Lutz, hat mir mitgeteilt, dass man das Projekt wohl vor 2024 nicht in Angriff nehmen könne“, informierte Zimmermann.

Wie geht es nun weiter? „Unser Bauhof hat eine Kartierung des Zustandes der gemeindlichen Straßen vorgenommen“, teilte Zimmermann mit. Dieser „Straßenzustandsbericht“ werde den Fraktionen an die Hand gegeben. „Sie sollen ihn beraten, damit wir dann im Rat gemeinsam die Prioritäten neu diskutieren können“, beschreibt der Ortschef das weitere Vorgehen.

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