Rodalben
Aldi nimmt zweiten Anlauf
Standort sollte ursprünglich das Gelände der seitherigen Gärtnerei Peifer, Am Rohrweiher, sein. Es umfasst 20.000 Quadratmeter, wovon sich abzüglich Schutzstreifen und Grünflächen 10.000 Quadratmeter hätten verwerten lassen. „Ich weiß derzeit nicht, woran dieses Vorhaben gescheitert ist“, räumte der Bürgermeister auf RHEINPFALZ-Nachfrage ein.Seit mehr als fünf Jahren strebt Rodalben an, einen Aldi-Markt im Stadtgebiet anzusiedeln, und ebenso lange zieht Aldi mit an diesem Strang. Bereits im September 2017 hatte Paul Neupert, Geschäftsführer der Neupert Bauträger GmbH das Projekt im Stadtrat vorgestellt, vom erfolgreichen Abschluss überzeugt.
„In ganz Südwestdeutschland gibt es keine Stadt in dieser Größenordnung ohne einen Aldi-Markt“, hatte Neupert bei der Präsentation gesagt. Aldi wolle „unbedingt in Rodalben bauen“ und umgekehrt „möchte die Bevölkerung in und um Rodalben ihren eigenen Aldi-Markt“.
Frühzeitig die Weichen gestellt
Der Rodalber Stadtrat hatte dann auch schon frühzeitig die Weichen für die Umsetzung des Vorhabens gestellt. Bereits eineinhalb Jahre zuvor hatte er der Umwandlung der Flächen von einem „eingeschränkten Gewerbegebiet“ in ein „Sondergebiet Handel“ zugestimmt. Und das bedurfte sogar einer Sondergenehmigung, weil die Marktansiedlung gegen Ziele des Landes-Entwicklungsprogramms verstoße, verlautete es damals im Stadtrat. Dieses Programm sehe die Niederlassung großflächiger Einzelhandelsbetriebe in eier Größe ab 800 Quadratmeter Netto-Verkaufsfläche nur im zentralen Versorgungsgebiet vor. Das Saarbrücker Büro Isoplan- Marktforschung half dabei, mit Untersuchungen und Auswertungen auf über 100 Seiten Bedenken auszuräumen.
Was den aktuellen Sachstand betrifft, beließ es Schäfer bei ein paar Andeutungen und zeigte sich auch auf Nachfrage nicht bereit, mehr Informationen preiszugeben. Neben der Umgehungsstraße, durch eine Abzweigung direkt anzufahren, soll der Markt entstehen. Geplant sei, hieß es, dafür das noch übrig gebliebene Gebäude der früheren Servas- Schuhfabrik abzureißen. Im Obergeschoss des Marktes sollen Wohnungen gebaut werden. „Diese Nutzung liegt augenscheinlich im Trend“, so Schäfer. Parkplätze ständen hier hinreichend zur Verfügung. Sie seien eventuell auch in Anspruch zu nehmen bei größeren Veranstaltungen in der Innenstadt.
Am Montag ein Thema im Stadtrat
Zunächst erwartet der Investor – der Zuschüsse und Förderung des Projekts wegen – die Ausweitung des städtebaulichen Sanierungsgebietes in nördlicher Richtung auf das Areal der einstigen Schuhfabrik Servas. Das soll der Stadtrat in seiner Sitzung am Montag, 7. März, 19 Uhr, beschließen. Rodalbens Bürgermeister Schäfer wird dann nach eigenen Worten den aktuellen Sachstand „ausführlich erläutern“.