Kreis Südliche Weinstraße Zurück an Verhandlungstisch
„Beide Positionen sind legitim. Ich fände es schade, wenn es zu einem Gerichtsstreit kommt. Das lösen wir in der Südpfalz eigentlich anders“, sagt der Landtagsabgeordnete. Die Ansiedlung von Modepark Röther habe eine Schlüsselfunktion für die anderen Märkte – Aldi, Rewe und DM–, ebenfalls nach Rohrbach zu kommen, meint Schweitzer. Er verstehe aber auch die Landauer Interessen. Es gehe nun darum herauszufinden, ob die Pläne des Textilunternehmens für Rohrbach die Angebote in der Landauer Innenstadt überhaupt tangierten. Vielleicht könne es Lösungen beim Sortiment geben. Er, Schweitzer, habe inzwischen schon zweimal mit dem Leiter der Struktur und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt, Hans-Jürgen Seimetz, sprechen können – die Behörde hatte ihre Zustimmung für den Fachmarkt auf Basis eines bestehenden Bebauungsplans gegeben – und auch mit Landrätin Theresia Riedmaier (SPD). „Ich bin mir sicher, dass wir einen Kompromiss finden können“, sagt der Sozialdemokrat. Stadt und Kreis seien in vielen Bereichen wie Bildung oder Verkehr so eng verwoben, es sei deshalb wichtig, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. „Der Hauptkonkurrent sitzt auch nicht in Rohrbach, sondern im Internet“, sagt Schweitzer im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Der Streit zwischen der Ortsgemeinde Rohrbach und der Stadt Landau entzündet sich an der geplanten Ansiedlung von Modepark Röther auf dem ehemaligen Real-Gelände (wir berichteten). Der Textilhändler will seine Waren auf über 6000 Quadratmetern verkaufen, die Stadt Landau sieht darin eine Verletzung des Landesentwicklungsprogramms. Es sieht vor, dass Läden, die innenstadtrelevante Produkte vertreiben, sich nur in Ober- und Mittelzentren ansiedeln dürfen – etwa in Landau. Der Stadtrat Landau hatte in der vergangenen Woche beschlossen, rechtliche Schritte zu prüfen. |ansc