Kreis Südliche Weinstraße Wegweiser im Online-Dschungel

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Die Idee zu einer Online-Veranstaltungssuche klingt simpel. Doch die Umsetzung von Anfang 2016 bis jetzt war alles andere als einfach: „Auf die Idee sind wir vor rund einem Jahr gekommen, weil wir uns oft selbst fragen, was man unternehmen könnte, und uns ärgern, wenn wir Interessantes verpassen“, erzählt Enrico Corallo. Als einer von vier Gründern des neuen Veranstaltungsportals Qompass.events hat der 33-jährige Geschäftsführer aus Haßloch lange beobachtet, was sich die Zielgruppe – Menschen, die bevorzugt Computer oder Smartphone zur Veranstaltungssuche nutzen – wünscht. Vor allem soll das Angebot helfen, wenn man noch gar nicht so genau weiß, wonach man sucht, etwa nach einem besonderen Kino, einem Konzert oder einer großen Party. „Da ist es mühsam, alle möglichen Portale oder Anbietersuchen im Web herauszufinden und einzeln zu befragen“, meint Corallo, der hauptberuflich weiter als Vertriebsleiter für einen Verpackungsmittelhersteller arbeitet. Bei der Suche nach dem richtigen Zeitvertreib soll nun Qompass ansetzen. Seit Oktober ist das Start-Up-Unternehmen (to start up = gründen) unter www.qompass.events im Internet zu finden. Es will die Metropolregion Rhein-Neckar mit den Bereichen Mannheim, Neustadt und Landau ansprechen, sich aber später auch am Firmensitz München etablieren, wo schon Geschäftsräume zur Verfügung stünden, sagen Corallo und sein Marketingleiter Tim Gratzke, 28 Jahre, aus Edenkoben. Neben Berlin sei München in der IT-Szene als „Silicon Valley Deutschlands“ bekannt. Corallo und Gratzke haben sich am Arbeitsplatz angefreundet, und auch ihre weiteren Mitstreiter haben sie dort kennengelernt. Der 35-jährige Programmierer Valeriy Dyachenko wohnt in Sotschi/Russland, weswegen das Team viele Besprechungen auf Englisch über Internet abhält. Der gebürtige Ukrainer hat laut Corallo schon bei Projekten und Programmierwettbewerben des Suchmaschinenanbieters Google mitgewirkt und erfolgreich abgeschnitten: „Ohne ihn hätten wir unser Portal so niemals in die Tat umsetzen können.“ Auf Anraten ihres Software-Experten hat das Gründerteam dann noch Frank Maute für die Hardware mit ins Boot geholt. Wie alle anderen ist der 49-jährige Technologieleiter aus Wachenheim gleichberechtigter Gesellschafter im gemeinsam gegründeten Unternehmen, das unter der Rechtsform haftungsbeschränkte Unternehmergesellschaft läuft. Auch bekannt als „kleine GmbH“, beträgt das Mindeststammkapital hier weniger als 25.000 Euro. Die Start-Up-Firma nutzt diese Möglichkeit der Firmengründung neben den Alltagsjobs der Beteiligten. Ihr neues Portal sehen die Entwickler als „eine Art Google für Events“, sagen Corallo und Gratzke, und legen die Messlatte damit sehr hoch: „Wir möchten die Hauptadresse im Netz für lokale Aktivitäten werden.“ Zweites charakteristisches Merkmal von Qompass soll die Einfachheit sein, vom Design bis zur intuitiven Bedienung. Nutzern sei wichtig, „innerhalb kürzester Zeit sinnvolle Vorschläge zu erhalten“. Das Kernstück ist laut Gratzke die selbstlernende Technologie, die jedem Benutzer individuelle Vorschläge unterbreite. Kinowerbung und weitere Marketingmittel sollen Qompass in der gesamten Region bekannt machen. Name und Logo leiten sich von einem Nadelkompass ab. Auf der Suche nach einem passenden Gesicht für die Marke hat das Qompass-Team mit namhaften Größen gesprochen – speziell aus dem Bereich Sport. Ausgewählt haben sie den aus Kirrweiler stammenden Ex-1.-FCK-Profi Dominique Heintz, der aktuell für den Bundesligisten 1. FC Köln kickt. Ein Glücksgriff, meint Gratzke: „Bei ihm hat alles gepasst, weil er sehr authentisch ist, von hier stammt und sich stark für die Region einsetzt. Auch ihm hat die Idee von Qompass auf Anhieb gefallen.“

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