Herxheim Was sich hinter dem neuen Agri-Zentrum verbirgt
In Herxheim entsteht der Neubau des örtlichen RWZ-Agrartechnik-Zentrums. RWZ steht für Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main AG. Der Kölner Konzern gehört zu den größten Agrarhandelshäusern in Deutschland und ist im Ort bereits vertreten: mit dem Agrartechnik-Zentrum im Alzheimer Weg und dem Agrarhandel im Gewerbepark. Neben diesem Agrarhandel wird nun ein neues Gebäude errichtet, in das das Agrartechnik-Zentrum umziehen wird.
Dort ist ausreichend Platz: Wie das RWZ informiert, ist das Grundstück etwa 4900 Quadratmeter groß. Das Werkstattgebäude wird rund 850 Quadratmeter groß sein und einen Ausstellungs- und Verkaufsraum beherbergen. Die Kalthalle sei in der gleichen Größe geplant. Der Neubau soll Ende dieses Jahres fertiggestellt sein. Die Kosten sollen bei rund 3,5 Millionen Euro liegen.
Welche Vorteile Landwirte haben
„Wir bieten ein breites Portfolio viele namhafter Landtechnik-Hersteller: von Technik für Ackerbau und Weinbau, über Mähdrescher, Traubenvollernter bis hin zu großen Ackerbauschleppern und Weinbergschleppern“, erklärt Firmensprecherin Britta Noras auf Nachfrage. „Darüber hinaus bieten wir auch Anbaugeräte vom Pflug bis zum Laubschneider.“ Ergänzend dazu werde auch die Reparatur und Wartung von Maschinen und Geräten übernommen.
Auf der Verkaufsfläche wird es zudem einen Bereich mit gängigen Verbrauchsartikeln für die Wein- und Ackerbautechnik geben, wie Noras berichtet. Christian Seelmann, Leiter der RWZ-Agrartechnik, nennt Vorteile, die Landwirte durch den Umzug haben. Sie könnten nun in einem Rutsch den Traktor zur Reparatur abgeben und nebenan im Agrarhandel Saatgut oder Düngemittel mitnehmen.
Chris Westermann, Geschäftsführer der RWZ-Technik Gruppe Rhein-Mosel-Saar, sagt, der neue Standort werde autark mit Energie versorgt und sei frei von fossilen Energieträgern. „Die Wärme- und Kälteversorgung wird über regenerative Quellen sichergestellt. Das Dach wird vollflächig mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Für das Beheizen der Räume und die Warmwasserversorgung werden Luft-Wärme-Pumpen eingesetzt.“ Die Bodenplatte der Werkstatt werde mit einer Betonkern-Aktivierung ausgestattet, welche die Arbeitsbedingungen für die Monteure verbessere. Darüber hinaus soll sich das Herxheimer Team perspektivisch von aktuell zehn auf 20 Mitarbeiter verdoppeln.