Annweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Schulstreit: Eltern wehren sich gegen Vorwurf von Einschüchterungen

Bei der Sitzung in Eußerthal demonstrierten 70 Eltern und Kinder gegen mögliche Schließungen ihrer Dorfschulen.
Bei der Sitzung in Eußerthal demonstrierten 70 Eltern und Kinder gegen mögliche Schließungen ihrer Dorfschulen.

Ein schwerer Vorwurf aus dem Rathaus, eine scharfe Reaktion der Eltern: Im Schulstreit im Trifelsland dreht sich die Debatte jetzt um Einschüchterung und Einflussnahme.

Im Schulstreit im Trifelsland geht es Schlag auf Schlag. Nachdem Bürgermeister Christian Burkhart (CDU) von „massiven Beeinflussungsversuchen“ durch Gegner der Schulzusammenlegung gesprochen hatte, weist die Elterninitiative diesen Vorwurf nun zurück. Man distanziere sich „klar von jeglicher Form von Druck oder unangemessener Einflussnahme“, schreiben Jaqueline Gabriel, Anne Katrin Partha, Jasmin Schüler und Stephan Wiemann in einer Stellungnahme.

Der Konflikt schwelt seit Monaten. Im Raum steht, die Grundschule Albersweiler auszubauen und dort künftig auch die Kinder aus Ramberg, Eußerthal und Dernbach zu unterrichten. Die Standorte Ramberg und Eußerthal könnten dann wegfallen. Eltern und Bürger aus den betroffenen Dörfern hatten diese Pläne in einem offenen Brief scharf kritisiert. Burkhart reagierte darauf seinerseits mit einer ausführlichen Stellungnahme. Darin verteidigte er das laufende Prüfverfahren als ergebnisoffen, warb für die Ganztagsschule – und erhob am Ende jenen schweren Vorwurf. Ihm lägen drei Rückmeldungen von Einwohnern „hinsichtlich massiver Beeinflussungsversuche“ vor.

Die Eltern machen deutlich: „Wir distanzieren uns klar von jeglicher Form von Druck oder unangemessener Einflussnahme.“ Sie halten dennoch entgegen: „Wir betonen ausdrücklich, dass wir in einem demokratischen Gemeinwesen leben, in dem es selbstverständlich ist, dass Bürgerinnen und Bürger Meinungen äußern, diskutieren und sich in öffentliche Prozesse einbringen.“ Worauf sich die Vorwürfe des Bürgermeisters beziehen, sei ihnen nicht bekannt, heißt es aus den Reihen der Eltern. „Wir können nicht nachvollziehen, weshalb diese im Zusammenhang mit unserer Initiative genannt werden.“

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