Maikammer Schäfer: Baubeginn bei Gesundheitszentrum im April/Mai

Karl Schäfer.
Karl Schäfer.

2021 soll besser werden als das vergangene Jahr – darüber besteht wohl Einigkeit. Aber was erwartet die Bürger auf Ortsgemeinde-Ebene? Die Ortsbürgermeister verraten es. Heute: Karl Schäfer aus Maikammer.

Herr Schäfer, Maikammer hat das neue Jahr mit einem neu gestalteten Marktplatz begonnen, das war ja schon mal ein guter Start. Aber wie sieht es eigentlich mit dem Haus Lotter in der Marktstraße aus? Wann geht’s da endlich los mit dem Umbau?
Wir sind sehr optimistisch, weil wir das mit dem Ministerium abgestimmte Vergabeverfahren durchgeführt haben und dadurch jetzt die Voraussetzungen vorliegen, dass ein Förderbescheid erstellt werden kann. Ein Gespräch des Büros für Tourismus mit dem Ministerium hat ergeben, dass man da im Januar, spätestens Februar so weit ist, dass wir mit einem Bescheid rechnen können.

Mit anderen Worten: In diesem Jahr geht’s endlich los?
Ja, ich bin da sehr optimistisch.

Dann gibt’s ja noch zwei große Projekte, das Hotel und das Gesundheitszentrum. Fangen wir mal mit dem Hotel an.
Da sind wir mit dem Investor im Gespräch. Es haben sich ja einige Veränderungen in der Planung ergeben, weil der Bäckereiverkauf mit Café nicht kommen wird. Deshalb muss ein neuer vorhabensbezogener Bebauungsplan umgesetzt werden. Der Investor ist deshalb auch schon auf die Gemeinde zugekommen. Ich gehe davon aus, dass wir im Januar, spätestens Februar wissen, wie wir da weiterkommen.

Jetzt sind ja im Moment Hotellerie und Gastronomie stark in der Krise wegen der Pandemie-Einschränkungen. Ändert das etwas an Ihrer Einschätzung des Bedarfs?
Die wenigen Monate der Öffnung im Sommer haben gezeigt, dass gerade unsere Region von einer neuen Gäste-Klientel entdeckt wurde. Und das sind junge Leute. Aus Gesprächen mit Gästen wissen wir, dass diese total begeistert sind. Auch die Experten auf Bundesebene gehen davon aus, dass der Deutschland-Tourismus in den nächsten Jahren stark zunehmen wird. Deshalb denke ich, dass Hotels auch in Zukunft eine sehr gute Basis haben.

Beim Gesundheitszentrum sind ja die Weichen gestellt. Wann wird denn mit dem Bau begonnen?
Das Gesundheitszentrum ist für die Infrastruktur unserer Gemeinde und für die Region eine einmalige Geschichte. Ich gehe davon aus, dass der Baubeginn im April/Mai ist.

Wer zieht denn da ein?
Uns war wichtig, dass wir auch die Rahmenbedingungen der hausärztlichen Versorgung für die Zukunft stärken. Dabei spielt es eine große Rolle, dass man interessante Praxen in barrierefreien Räumen anbieten kann. Aus diesem Grund geht die Ärztegemeinschaft Maikammer in dieses Zentrum. Das sind sieben oder acht Ärzte. Dann kommt ein Kinder- und Jugendarzt, ein Physiotherapeut, ein Hörakustiker, ein privater Pflegedienst und eine Hebamme. Außerdem sind wir im Gespräch mit der Kassenärztlichen Vereinigung wegen der Sitzgenehmigung für einen Neurologen. Das wäre wichtig, weil man derzeit sechs bis neun Monate auf einen Termin beim Neurologen warten muss. Das ist sehr unbefriedigend.

Wie schätzen Sie denn die Entwicklung der Pandemie ein? Denken Sie, wir werden in diesem Jahr zur Normalität zurückkehren?
Zur Normalität sicher nicht. Aber ich bin ein optimistischer Mensch, und ich bin zuversichtlich, dass man in der zweiten Jahreshälfte doch wieder eine Lockerung hinbekommt und auch wieder die ein oder andere Veranstaltung anbieten kann.