Kreis Südliche Weinstraße Sandstein wärmt Reben die „Füße“

Kellermeister Mathias Kleinmann traute seinen Augen nicht: Da war der Bagger am Weg „Birkweilerer Weinfrühling“ am „Keschdebusch“ mitten im Rebenmeer gerade dabei die Erdoberfläche für die Neuanpflanzung eines Spätburgunder-Weinbergs von 30 Ar zu präparieren, als er nur 15 Zentimeter unter der Erdoberfläche auf einen mehr als 100 Tonnen schweren Gelben Sandstein stieß. Unser Bild zeigt nur einen Teil davon. Die Überraschung war groß. „Einen Gelben Sandstein haben wir in dieser Dimension in Birkweiler noch nie erlebt“, bestätigte der eigens herbeigeeilte Ortsbürgermeister Bernd Flaxmeyer. Mit einem Spezialgerät wird der Gelbe-Sandstein-Koloss in den nächsten Tagen mit dem Meißel bearbeitet, der Brocken kommt raus, die Bruchstücke bleiben liegen. Bei dieser Gesteinsart als Untergrund, in Kombination mit dem Klima, darf Kleinmann beste Qualitäten erhoffen. Terroir wie aus dem Bilderbuch. Mit dem Begriff Terroir wird das Zusammenspiel aus Bodenbeschaffenheit, Mikroklima und Topographie eines Weinbergs bezeichnet. Der Gelbe Sandstein gilt als Wärmespeicher. Die Wurzeln der Rebe erreichen bei dieser Bodenbeschaffenheit eine Tiefe bis zu 30 Metern.

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