Offenbach RHEINPFALZ Plus Artikel Offenbach will neuen Supermarkt

Zwischen Friedhof und Essinger Straße, im Bereich des Sparkassen-Parkplatzes und der dahinter liegenden Gärten, könnte der neue
Zwischen Friedhof und Essinger Straße, im Bereich des Sparkassen-Parkplatzes und der dahinter liegenden Gärten, könnte der neue Aldi entstehen.

Der Discounter Aldi ist auf Expansionskurs. Offenbach hat er schon länger im Blick, doch einen ersten Ansiedlungswunsch hat das Land unterbunden. Jetzt gibt es einen neuen Versuch, aber die Grundstücksfrage ist schwierig.

Neben dem Wasgaumarkt könnte sich in Offenbach künftig eine zweite große Einzelhandelskette ansiedeln. Die Firma Aldi steht in den Startlöchern, eine Filiale zu eröffnen, sagt Ortschef Axel Wassyl. Ob das klappt, ist aber noch Zukunftsmusik. Denn zuerst muss die Gemeinde den Platz kaufen, auf dem der neue Supermarkt entstehen soll. Schon vor Jahren wollte Aldi im Industriegebiet bauen, was aber aufgrund des Landesentwicklungsplans 4 des Landes nicht erlaubt wurde. Der sieht vor, dass sich die großen Supermärkte innerorts ansiedeln müssen, wie es beim Wasgau in Offenbach der Fall ist. Nicht weit davon entfernt, an der Landauer Straße, soll auch der neue Aldi eröffnen.

Mehrere Dutzend Grundstücke

Aufgrund der kleinteiligen Grundstücksverhältnisse dort sei es aber sehr schwierig, dies in die Tat umzusetzen, erklärt Wassyl. „Es müssen mehrere Dutzend Grundstücke erworben werden, um den Bau eines weiteren Lebensmittelmarktes zu realisieren. In dieser Phase befinden wir uns derzeit. Wir haben etwa 30 Eigentümer angeschrieben, ob Verkaufsinteresse besteht. Erste positive Rückmeldung liegen vor, die meisten stehen allerdings noch aus.“

Der potentielle Kaufpreis richte sich nach dem aktuellen Bodenrichtwert in dem Bereich. Das sind 85 Euro pro Quadratmeter. Nach oben seien hier klare Grenzen gesetzt. Im gewerblichen Bereich seien für die Verwaltung die Spielräume sehr viel geringer als im Wohnungsbau, so Wassyl. Etwa fünf Grundstücke habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren bereits erwerben können. „Wir befinden uns am Anfang des Erwerbsprozesses, der seine Grenzen ganz klar in überhöhten Kaufpreisforderungen der Grundstückseigentümer findet. Sollte es uns nicht gelingen, die erforderlichen Grundstücke zu einem akzeptablen Preis zu erwerben, wird das Projekt – zumindest für den Moment – scheitern“, stellt der Ortschef klar. Aber auch dann würde das Ziel für die künftige Entwicklung unverändert bestehen bleiben.

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