Annweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Neues Trifelsbad-Logo: Dieser Entwurf macht das Rennen

Drei Jahre war das Trifelsbad in Annweiler für die Generalsanierung geschlossen. Nun bekommt das Bad nicht nur ein neues Gesicht
Drei Jahre war das Trifelsbad in Annweiler für die Generalsanierung geschlossen. Nun bekommt das Bad nicht nur ein neues Gesicht, sondern auch ein neues Logo.

Viele Bürger reichten Ideen fürs neue Trifelsbad-Logo ein. Im Rat gefiel ausgerechnet ein KI-Verdachtsfall vielen am besten. Gewonnen hat am Ende aber ein anderer.

Der Logo-Wettbewerb fürs Trifelsbad ist entschieden, ein Sieger auserkoren. Ganz ohne Diskussion ging das nicht: Bei den vorgestellten Vorschlägen lagen die Geschmäcker teils deutlich auseinander.

Seit 2024 erstrahlt das Trifelsbad nach dreijähriger Runderneuerung in neuem Glanz. Das sollte sich nun auch in einem eigenen Logo widerspiegeln. Statt dafür Profis von außen zu beauftragen, setzte die Verbandsgemeinde Annweiler wieder auf Ideen aus der Bevölkerung. Und die Resonanz auf den Wettbewerb war groß gewesen. 50 Einsendungen waren im Verbandsgemeinde-Rathaus eingetroffen. Mitgemacht hatten ganz unterschiedliche Kreative: von Schülerklassen der Realschule plus bis hin zu älteren Bürgern, wie Bürgermeister Christian Burkhart berichtete. Aus all den Vorschlägen wurden sechs herausgefiltert, die überhaupt als Logo infrage kamen. Über diese letzte Runde sollte nun der Rat entscheiden.

Dieses Logo fiel durch, obwohl es vielen am besten gefiel

Zwar griffen fast alle Vorschläge ähnliche Motive auf – Wasser, Burg Trifels, dazu den Schriftzug „Trifelsbad“. In der Umsetzung lagen dann aber Welten dazwischen. Mal dominierten grafische Wellen, mal eher verspielt gezeichnete Szenen, mal nur ganz reduzierte, abstrakte Formen. Letztere fielen beim Rat direkt durch. Zu kalt, zu steril, zu wenig markant für die Region und das Bad, befand dieser.

Beim einem Bild warf der Bürgermeister gleich ein, dass dieses ziemlich sicher mit KI generiert worden sei. Doch das hielt den Rat nicht davon ab, ausgerechnet dieses zu seinem Liebling zu machen. „Das ist am schönsten“, hörte man aus etlichen Ecken. Es wirke sympathisch, familienfreundlich, einladend. Doch es dauerte nicht lange, bis andere Ratsmitglieder mit ihren Bedenken die allgemeine Begeisterung wieder trübten. Der Kinder-Entwurf sei zu verspielt, zu überladen und eher geeignet für eine Broschüre. Ein Logo müsse klar, prägnant und wiedererkennbar sein, auch klein funktionieren. Zudem wirkte der Vorschlag einigen schlicht zu kindlich. „Wie wirken wir denn da in der Außendarstellung?“, hörte man aus den Reihen.

Ein Tropfen macht das Rennen

Beim darauf folgenden Favoriten, einer Kombination aus stilisierter Welle, Sonne und Burgsilhouette, kam dann die nächste Irritation. Ein Ratsmitglied bemerkte: „Der ist ja ganz schön. Aber wenn wir ihn nutzen, sollten wir dann schon den echten Trifels draufmachen.“ Denn der im Logo abgebildete habe mit der Burg über Annweiler herzlich wenig zu tun. Und plötzlich schaute der Rat bei den anderen Entwürfen auch noch mal genauer hin. Mit dem Effekt, dass ihm nach und nach auffiel: Eigentlich sah keine dieser Burgen wirklich nach dem Trifels aus. Der Verdacht lag nahe, dass auch andere Teilnehmer auf KI als kreative Zeichenhilfe gesetzt hatten.

Das neue Logo in Tropfenform. Die Schriftzug bekommt aber noch einen Feinschliff vom Grafiker.
Das neue Logo in Tropfenform. Die Schriftzug bekommt aber noch einen Feinschliff vom Grafiker.

Das Rennen machte schließlich der Entwurf von Matthias Hoffmann. Das neue Logo setzt auf eine runde, fließende Form, die an einen Wassertropfen erinnert. Geschwungene blaue und türkise Linien greifen das Wasser- und Wellen-Motiv auf. Die Tropfenform vollendet eine abstrahierte Hügel- und Burglinie in Grün, die den Trifels im Pfälzerwald andeutet. In der Mitte steht „Trifelsbad“ im warmen Ockerton, der für den hiesigen Buntsandstein steht.

Einen Kritikpunkt gab es auch beim Siegerlogo

Ganz fertig ist die Sache aber noch nicht. Einen Kritikpunkt hatten die Ratsmitglieder auch beim Siegerentwurf: Die Schrift empfanden viele im Vergleich zur runden Gesamtform als zu eckig und zu hart. Deshalb soll jetzt noch mal mit einem Grafiker daran gefeilt werden.

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