Roschbach RHEINPFALZ Plus Artikel Marieke Argus wird am Freitag zur neuen Weinprinzessin gekrönt

Marieke Argus hilft gerne im Weinberg und beim Ausschank mit, auch wenn sie selbst nur wenig Wein trinkt.
Marieke Argus hilft gerne im Weinberg und beim Ausschank mit, auch wenn sie selbst nur wenig Wein trinkt.

Am Freitagabend bekommt Roschbach eine neue Weinprinzessin. Marieke Argus übernimmt das Krönchen von Melina Westermann. Und die beiden haben nicht nur ihre Liebe zu ihrer Weinheimat, sondern auch noch etwas anderes gemeinsam.

Die pfälzische Weinprinzessin Laura Götze wird am Freitagabend Marieke Argus zur neuen Weinprinzessin von Roschbach krönen. Eigentlich hätte sie schon vor zwei Jahren Weinprinzessin werden wollen. „Aber da stand ich am Anfang meines Studiums und hatte sehr viel zu tun“, berichtet die 21-jährige. Nun ist sie mittendrin und weiß, wie der Hase läuft. Die Idee, als „gekröntes Haupt“ ihr Heimatdorf zu repräsentieren, habe sie erstmals vor fünf Jahren gehabt. Damals sei sie mit einer Roschbacher Delegation um die damalige Weinprinzessin Sarah Herrmann beim Winzerfestumzug in Neustadt mitgelaufen, erzählt Marieke I. „Und ich dachte so im Stillen: Das könnte ich doch auch mal machen.“

Die junge Frau freut sich ganz besonders, dass ihre Großeltern sie als Prinzessin erleben dürfen. Denn bei diesen liegen ihre Wurzeln, was den Wein angeht. Beide Großelternpaare besitzen Weinberge, Opa Heinz hatte sogar ein eigenes Weingut in Edesheim. Bis heute bringt er einen wohlschmeckenden Tropfen in die Flasche.

Weinhoheit trinkt nur wenig Wein

Dabei trinkt die neue Weinhoheit selbst nur wenig Wein, wie auch Alkohol im Allgemeinen. Wenn aber, dann hat es ihr der besondere Geschmack eines Gewürztraminers angetan. Marieke hilft gerne bei der Weinbergsarbeit mit. „Als Kind fand ich es immer ganz toll, die Trauben noch mit der Schere abzuschneiden. Aber das wurde ja im Lauf der Jahre mehr und mehr durch den Einsatz der Vollernter abgelöst“, bedauert sie. Heute unterstützt sie beim Aushängen der Pheromonampullen und schenkt am Stand ihres Onkels und ihres Cousins aus Nußdorf etwa beim Federweißenfest in Landau mit aus. In ihrer Freizeit ist die 21-Jährige im Show- und Gardetanz aktiv. Hier fing sie schon als Siebenjährige an. Wie fast ihre ganze Familie spielte auch sie jahrelang bei den Roschbacher Kuckucksmusikanten mit.

Was man als Weinprinzessin zu erwarten hat? Bei dieser Frage kann sich Marieke einfach an ihre Mutter wenden, denn diese repräsentierte von 1992 bis 1994 ihr Heimatdorf Edesheim als Weinhoheit. Die Mama ist auch die Patentante der amtierenden Edesheimer Prinzessin Maria Leibel. Marieke erhofft sich von dem Amt, dass sie viele neue Menschen kennenlernt, sich mit diesen austauschen kann und Reden vor größerem Publikum halten darf. Denn das werde ihr später als Lehrerin sicherlich zugute kommen. Denn Marieke hat den gleichen beruflichen Weg wie ihre Amtsvorgängerin Melina Westermann eingeschlagen. Beide legten an der Berufsbildenden Schule in Landau ihr Abitur ab und studieren nun in Landau Lehramt. Marieke für Realschulen, Melina für Grundschulen.

Soziale Ader von Mutter geerbt

Auch Mariekes Mutter Christiane ist als Integrationskraft an einer Grundschule tätig. „Vielleicht habe ich ja von ihr meine soziale Ader“, vermutet die Tochter. In dieser Hinsicht funken sie und ihr Freund Alexander auf einer Wellenlänge, studiert dieser doch Soziale Arbeit.

Für ihren Krönungsabend hat sich die 21-Jährige ein ganz besonderes Kleid ausgesucht: lang, dunkelblau, rückenfrei und mit zahlreichen Pailletten besetzt. „Da unsere Abiturfeier damals wegen Corona leider ins Wasser fiel, konnte ich das Kleid leider nicht tragen. Das hole ich nun nach, denn ich liebe dieses Kleid.“

Termine

Der Krönungsabend beginnt am Freitag um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, es gibt eine kostenlose Weinprobe. Mariekes erste Amtshandlung als Weinprinzessin wird die Eröffnung des Roschbacher Weinfestes am Freitag, 26. Juli sein.

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