Kreis Südliche Weinstraße Jetzt geht’s um die Wurst

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Der Wurst- und Fleischfabrikant Freier & Hörner aus Offenbach hat ein Insolvenzverfahren beim Amtsgericht Landau angemeldet. Grund für diesen Schritt ist die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens. Die Mitarbeiter hatten im März keinen Lohn erhalten. Der Insolvenzverwalter ist aber sicher, dass es mit dem Betrieb weitergehen wird.

Nun ist es raus: Die Offenbacher Firma Freier & Hörner ist zahlungsunfähig. Deshalb hat das Unternehmen in dieser Woche Insolvenz beim Amtsgericht Landau eingereicht. Diese Informationen waren der RHEINPFALZ zugespielt worden. Seit Donnerstag ist Martin Wiedemann von der Kanzlei Ernestus in Mannheim Insolvenzverwalter der Firma. Damit ist er auch gleichzeitig der Leiter des Geschäfts. „Wir müssen jetzt erstmal die Situation prüfen und dann schauen, welche Sanierungsmöglichkeiten es gibt. Wir sind auch mit den Lieferanten im Gespräch. Ich bin mir aber sicher, dass es mit der Firma weitergeht“, sagt Wiedemann gestern auf Anfrage. Derzeit stünden auch keine Kündigungen im Raum, betont der Rechtsanwalt. Die knapp 70 Mitarbeiter von Freier & Hörner hatten im März keinen Lohn erhalten. Der sei nun aber vom Insolvenzgeld durch die Arbeitsagentur gezahlt worden, auch die kommenden drei Monatslöhne würden aus diesem Topf finanziert und seien damit gesichert. Nach Informationen der RHEINPFALZ gibt es im Hintergrund auch einen Streit zwischen den Gesellschaftern von Freier & Hörner. Deshalb soll der bisherige Geschäftsführer des Offenbacher Unternehmens sein Amt aufgegeben haben. „Das möchte ich nicht kommentieren, das ist auch nicht meine Angelegenheit“, sagt Wiedemann. Das Insolvenzverfahren solle nun spätestens am 1. Juni eröffnet werden. Mehrere Versuche der RHEINPFALZ, einen Verantwortlichen von Freier & Hörner ans Telefon zu bekommen, scheiterten. Aus dem Unternehmen hieß es, es sei in dieser Woche niemand zu sprechen. Freier & Hörner, die Firma firmiert inzwischen als „Die echten Pfälzer“, wurde nach eigenen Angaben 1974 in Neustadt gegründet. Seit 1981 hat der Betrieb seinen Hauptsitz mit 3000 Quadratmetern Fläche in Offenbach, zudem einen Zerlegebetrieb und Fleischmarkt in Neustadt sowie zwei weitere Filialen in Lustadt und Zeiskam. Das Unternehmen wurde immer wieder für seine Produkte ausgezeichnet.

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