Kreis Südliche Weinstraße Im Eiltempo zu Tempo 30

„Wunder gibt es immer wieder“, so könnte man das Thema Verkehrsberuhigung in Böllenborn überschreiben. Wie in der jüngsten Ratssitzung bekannt wurde, hat sich der im Juli geäußerte Wunsch der Gemeinde, die Geschwindigkeit in der Hauptstraße auf Tempo 30 zu reduzieren, innerhalb von gut zwei Wochen erfüllt. Eine kleine Sensation angesichts der teils jahrelangen Kämpfe um Tempo-30-Zonen in anderen Gemeinden.

„Wir waren erstaunt, wie schnell das ging“, so Ortsbürgermeister Dirk Paulsen im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Ratsmitglied Roland Metzler hatte in der letzten Sitzung vor den Sommerferien eine Geschwindigkeitsbegrenzung in der Hauptstraße angeregt. Der Grund: zu hohe Geschwindigkeiten viele Autofahrer. Durch Böllenborn führt die L 492, eine Landesstraße, zuständig ist demnach der Landesbetrieb Mobilität (LBM). „Die Sitzung war am 24. Juli, einem Mittwoch, ich war noch in derselben Woche bei der Verwaltung, um unseren Wunsch prüfen zu lassen“, so Paulsen. In der darauffolgenden Woche habe eine Begehung mit den Fachbehörden stattgefunden, dann sei alles ganz schnell gegangen. „Gute 14 Tage später standen die Schilder“, sagte Paulsen. Ausgewiesen wurde Tempo 30 auf gut 200 Metern von Reisdorf kommend bis nach der Bushaltestelle innerorts. Damit und mit dem einstimmigen Beschluss, in allen fünf Gemeindestraßen Tempo 30 ausweisen zu lassen, ist das Thema Geschwindigkeitsbegrenzung in Böllenborn vom Tisch. Die von der FWG-Fraktion angeregte Ausweisung einer verkehrsberuhigten Zone in der Friedhofstraße, in der sich der Spielplatz befindet, und in der Kirchstraße lehnte der Rat ab. In beiden Straßen gilt jetzt ebenfalls Tempo 30. Thema in der Einwohnerfragestunde waren die teils nicht gemähten Straßenränder zwischen Reisdorf und Böllenborn. Paulsen sagte zu, sich beim LBM zu erkundigen, wann die Mäharbeiten geplant seien. Ein Bürger kritisierte den schlechten Zustand von Wegen im Privatwald, in dem zurzeit Baumfällarbeiten ausgeführt werden. Die Wege würden nach Beendigung der Arbeiten wieder instand gesetzt, informierte Paulsen. Einstimmig verabschiedet wurde der Jahresabschluss 2012, der sich im Vergleich zur Haushaltsplanung verschlechtert hat. Die Gemeinde hatte im Ergebnishaushalt gut 10.000 Euro weniger Erträge (insgesamt mehr als 274.000), die Aufwendungen überstiegen mit fast 12.000 Euro (gesamt gut 342.000 Euro) ebenfalls den Haushaltsansatz. (pfn)

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