Kreis Südliche Weinstraße Hoffnung für Häuslebauer

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In Herxheim sollen zwei Neubaugebiete entstehen – mit zusammengerechnet bis zu 180 Bauplätzen. Das hat der Gemeinderat am Donnerstag einstimmig entschieden. Wann gebaut werden kann, steht aber noch in den Sternen. Noch eine gute Nachricht: Die Strompreise der Gemeindewerke bleiben auch 2017 stabil.

Die ins Auge gefassten Areale befinden sich in der Eisenbahnstraße/Kalkofen und in der Straße Im Bruch. Die Priorität liegt auf dem Gebiet an der Eisenbahnstraße, das Platz für bis zu 100 Bauplätze hat. Das Bruch-Areal soll dennoch parallel begutachtet werden. Dort können bis zu 80 Häuser entstehen. Der Rat begründete seine Entscheidung mit der massiven Nachfrage. Über 100 Bauplatzanfragen liegen der Gemeinde vor. Das letzte große Neubaugebiet in Herxheim – Zwischen den Bächen – wurde vor zehn Jahren erschlossen. Ortsbürgermeister Franz-Ludwig Trauth begrüßt die Entscheidung. „Wir wollen weiterhin jungen Familien aus Herxheim die Chance geben, einen günstigen Bauplatz zu bekommen“, sagt der Christdemokrat gegenüber der RHEINPFALZ. Nun werde die Gemeinde mit den Grundstücksbesitzern verhandeln. Das Ziel: Möglichst viele will sich die Kommune sichern. Wenn es um Neubaugebiete geht, fällt immer wieder das etwas technische Wort Innerortsverdichtung. Heißt: Baulücken im Zentrum schließen, sich um Leerstände kümmern. Das wolle die Gemeinde auch nicht aus den Augen verlieren, sagt Trauth, „wir wurden ja auch schon für diese Haltung in der Vergangenheit kritisiert“. Trauth befürwortet eine Doppelstrategie: Lücken schließen dort, wo es sich anbietet, und gleichzeitig nach Neubaugebietsarealen suchen. Nach dem Willen der FWG-Fraktion soll die Vermarktungsstrategie von Bauplätzen verändert werden: Interessenten sollten beispielsweise mehr Informationen über das aktuelle Bauplatzangebot in Herxheim bekommen – leicht zugänglich über die Homepage der Gemeinde. Und sie sollen erfahren, wann sie mit dem Baustart des Eigenheims rechnen können. Außerdem sollten die Vergabekriterien überprüft werden. Der Antrag wird nun im Haupt- und Finanzausschuss beraten. Das Herxheimer Altenzentrum steht finanziell und strukturell auf einem soliden Fundament. Das geht aus dem Plan für das Wirtschaftsjahr 2017 hervor, den Einrichtungsleiter Hubert Niederer vorstellte. Die Altenzentrum sei zu 99 Prozent ausgelastet, der Haushalt weise ein Plus von rund 23.000 Euro auf. Es steht ein Großprojekt bevor: Bis 2020 soll das historische Haupthaus in der Hauptstraße saniert werden. Freuen können sich die Kunden der Herxheimer Gemeindewerke. Die Strompreise bleiben wie auch schon in den Jahren 2015 und 2016 stabil. Zwar seien Netzkosten und Umlagen gestiegen, doch durch geschickten Verhandlungen seien dies Mehrkosten ausgeglichen worden, sagte Trauth. |ansc

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