Bad Bergzabern
Hier gibt es bald kein Bargeld mehr
Im Vergleich zur Sparkasse Südpfalz und den VR-Banken Südpfalz und Südliche Weinstraße-Wasgau (SWW) ist das Kreditinstitut mit Sitz in Mainz in der Region weniger verwurzelt. Dass es dennoch einige Kunden in Landau und an der Südlichen Weinstraße gibt, zeigt die Tatsache, dass es dort zwei Standorte gibt – noch. Die Rede ist von der Sparda-Bank Südwest, die jetzt die Schließung des SB-Centers in Bad Bergzabern angekündigt hat.
Im Eckgebäude in der Marktstraße 59 stehen ein Geldautomat für Ein- und Auszahlungen, ein Kontoauszugdrucker sowie ein Selbstbedienungsterminal, an dem zum Beispiel Überweisungen erledigt werden können. Allerdings nur noch bis zum 30. April, wie die Sparda-Bank Südwest per Pressemitteilung ankündigt. „Das Nutzungsverhalten von Kundinnen und Kunden befindet sich im Wandel – immer mehr Bankgeschäfte werden digital erledigt. Als Genossenschaftsbank ist die Sparda-Bank Südwest verpflichtet, wirtschaftlich und im Sinne aller Mitglieder zu handeln.“ Heißt: Der Umsatz in der Kurstadt ist zu gering.
Der nächste Leerstand in der Fußgängerzone
Sparda-Bank-Kunden, die bislang in Bad Bergzabern ihre Geldgeschäfte erledigt haben, müssen entweder auf Online-Banking umsteigen oder die Filiale in der Landauer Ostbahnstraße ansteuern. Etwas komfortabler ist die Situation bei der Bargeldversorgung. Weil die Sparda-Bank zu den Genossenschaftsbanken zählt, können deren Kunden an den Automaten jeder anderen Genossenschaftsbank kostenlos Geld abheben, zum Beispiel bei den VR-Banken.
Die Schließung des Standorts ist nicht nur für die Menschen, die ein Konto bei dem Mainzer Kreditinstitut haben, eine schlechte Nachricht, sondern auch für die Kurstadt selbst. Es entsteht nämlich ein weiterer Leerstand in der ohnehin schon sehr gebeutelten Bad Bergzaberner Fußgängerzone.