VG Edenkoben Fortbildung: Bachflüsterer nehmen Triefenbach in den Fokus
Zum dritten Mal nach 2017 und 2018 fand die Fortbildungsreihe mit Vertretern aus dem Pädagogischen Landesinstitut in Speyer und dem Landesamt für Umwelt in der Verbandsgemeinde Edenkoben statt. Insgesamt waren 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim „Gewässerökologischen Grundkurs – Einbettung Thema Bach in den fachübergreifenden Unterricht“ dabei, darunter Bachpaten, Lehrer naturwissenschaftlicher Fächer aller Schularten sowie Mitarbeiter aus benachbarten Verbandsgemeinde- und Stadtverwaltungen.
Eva Maria Finsterbusch vom Landesamt für Umweltschutz in Mainz freute sich über die Veranstaltung an den „tollen Gewässern in der Verbandsgemeinde Edenkoben“, wie es in der Mitteilung der Verbandsgemeindeverwaltung.
Winfried Sander, ehrenamtlicher Koordinator für schulische Bachpatenschaften im Auftrag des Landesamtes für Umwelt in Mainz, begann den theoretischen Teil der zweitägigen Fortbildung. Er beantwortete Fragen zur Beziehung der Fließgewässer früher und heute, zu kulturhistorischen Einflüssen und zu den Herausforderungen künftiger Generationen. Es folgten Vorträge von Eva-Maria Finsterbusch (Einführung in die Gewässerkunde) und Bernhard Bäcker (Vorstellung der regionalen Gewässerlandschaft).
Arbeiten am Triefenbach
Der Praxisteil fand dann am Triefenbach im Wald und auf der Rückseite der Verbandsgemeindeverwaltung statt. Dort wurden unter anderem die Gewässergüte mit Holger Schindler und die Gewässerstruktur mit Eva-Maria Finsterbusch untersucht. Arbeitsphasen mit Winfried Sander und Stefanie Semsei konzentrierten sich auf geografisch-morphologische sowie chemisch-physikalische Aspekte. Im Triefenbach wurden zur Verbesserung der Gewässerstruktur Stein-Buhnen – eine Art kleiner Damm – eingesetzt und kleine Faschinen, also Bündel, eingebaut. Zudem wurden Bäume, Sträucher und Weide-Stecklinge gepflanzt.
Am zweiten Tag standen die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (mit Winfried Sander, Eva Maria Finsterbusch und Matthias Germei) sowie die Integration gewässerthematischer Aspekte in die Kompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung im Lehrplan (mit Winfried Sander und Stefan Schreiner) auf dem Programm. Auch digitale Angebote wurden thematisiert, hieß es weiter.