Annweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Traum wird wahr: Das ist die neue Keschdeprinzessin

Mit der Krönung zur Keschdeprinzessin wird ein Traum von Felicia Schmidt wahr.
Mit der Krönung zur Keschdeprinzessin wird ein Traum von Felicia Schmidt wahr.

Felicia Schmidt aus Dernbach wird Keschdeprinzessin im Trifelsland. Zwischen royalen Pflichten und Studium startet die 20-Jährige in ein aufregendes neues Kapitel.

Eigentlich war ihr Berufswunsch schon immer Prinzessin. Ganz egal wo und in welchem Zusammenhang – Hauptsache Prinzessin. Aber dauernd kam bei Felicia Schmidt aus Dernbach etwas dazwischen. Jetzt hat es endlich geklappt. Sie ist die neue Kastanienprinzessin im Trifelsland. Ganz offiziell mit Schärpe, Diadem und Zepter. „Ja, ich hab es geschafft“, sagt die 20-Jährige, die ihre Freude darüber nicht verbergen kann.

Sie habe sich sofort beworben, nachdem eine Anzeige im Internet über die Suche nach der neuen Kastanienprinzessin erschienen ist, erklärt sie. Und siehe da: Nach einem Gespräch mit Christina Abele und Kathrin Günther vom Touristik-Büro Annweiler bekam sie tatsächlich den Zuschlag. „Ich war ganz aus dem Häuschen“, erzählt sich Felicia Schmidt. „Ich wollte es der ganzen Welt mitteilen und durfte nicht. Naja, nicht ganz. Der Familie schon, klar. Am lustigsten waren Oma Hertha und Opa Kurt. Die haben sich echt so gefreut.“ Denn Opa Kurt wollte immer eine Prinzessin in der Familie haben. Mit ihm sind Felicia und ihre Zwillingsschwester Franca schon als Kinder gerne in den Wald gegangen, um Kastanien zu sammeln. Daraus wurden neben dem Kastaniengemüse – oder besser, da pfälzisch: Keschdegemies – auch kleine Figuren mit Streichhölzern gebaut.

Es wartet ein Studium für das Grundschullehramt

Der 100-Euro-Kleiderzuschuss habe leider nicht gereicht, gesteht die Prinzessin schmunzelnd. Drei Dirndl besitzt sie nun, aber auch zwei schicke Kleider. Neben Jeans und Blazer. Alles zum Repräsentieren. Turnschuhe sind erlaubt – zum Glück, sagt Felicia. Denn manche Termine, die nun auf sie zukommen, finden im Wald statt.

Eigentlich steht sie schon in den Startlöchern für ein Studium in Landau. Nach der zehnten Klasse auf der Maria-Ward-Schule machte sie ihr Abitur an der BBS in Landau im Zweig Gesundheit. Mitte Oktober startet Felicia ein Studium für das Grundschullehramt. Deutsch und Kunst möchte sie unterrichten. „Meine Mutter ist Lehrerin auf der Wollmesheimer Höhe. Ich fand den Beruf schon immer gut. Was liegt da näher?“, erklärt sie.

Das Familienprojekt, ein Kinderbuch zu kreieren, muss warten

Doch bis dahin ist Repräsentieren angesagt. Dazu hat sie sich in der Tanzschule Wienholt in Landau beworben. Dort will sie sich mit der Kleinkindergruppe bewegen. Und sie hat sich als Hilfskraft zur Nachmittagsbetreuung in der Grundschule in Annweiler angemeldet.

Bekommt sie das alles unter einen Hut? „Ich bin organisiert und diszipliniert“, erklärt die 20-Jährige. „Und ich will mit Kindern arbeiten. Das macht mir sehr viel Spaß.“ Das Familienprojekt, ein Kinderbuch mit selbstgemalten Bildern von Felicia und Franca und den Texten der Mama – Titel: „Bruno und die rettende Idee“ – zu kreieren, muss noch etwas warten. Eigentlich ist das Werk fast fertig. Im Moment stehen die royalen Pflichten aber im Vordergrund.

Die ganze Familie packt mit an

Zurzeit jobbt sie bei ihrer Tante im Dernbacher Haus. Dort gibt es jeden Freitag im Oktober Kotelette mit Kastaniengemüse und Rotkraut – künftig von der Kastanienprinzessin serviert.

Ihre Schwester Franca, Freundin Maja und die Mama sind bei den anstehenden Terminen dabei. Die Positionen sind eingeteilt. Mama fährt, Maja packt den Schminkkoffer und Haarspray ein und Franca macht die Bilder und Videos vom Leben einer Keschdeprinzessin.

Im Netz

Einen Eindruck davon, welche Aufgaben und Pflichten eine Kastanienhoheit hat, gibt es auf dem Instagram-Profil „Kastanienprinzessin“.

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