Kreis Südliche Weinstraße Baustraße nicht länger Dauerbrenner

Das Tauziehen um den Endausbau der Haupterschließungsstraße im Neubaugebiet „Im Brühl“ in Ilbesheim hat ein Ende. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Maßnahme durchzuführen und für 111.500 Euro den Auftrag für eine Bitumendecke an die Firma Dreisigacker in Birkweiler zu vergeben.

Diese Kosten umfassen nach Angaben von Ortsbürgermeister Peter Hieb (FWG) auch den Ausbau des Breitenbacher Weges mit Betonpflaster. Wie mehrfach berichtet, war es in der Vergangenheit im Hinblick auf die Anbindung des Neubaugebietes an den Knotenpunkt L 509/K20, die schon seit dem Jahr 2000 in der Planung ist, immer wieder zu zeitlichen Verzögerungen gekommen. Der Ausbau kann deshalb nur in Abstimmung zwischen dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Speyer und der Ortsgemeinde Ilbesheim erfolgen, da die Höhenlage der Landesstraße geändert werden soll. Für den Zeitpunkt des Ausbaus des Knotenpunktes gibt es nach wie vor keine konkreten Angaben. Die Baustraße im Neubaugebiet „Im Brühl“ wurde bereits im Jahr 2003 hergestellt, mittlerweile auch zwei Stichstraßen. Hieb erinnerte daran, dass die Gesamtbaumaßnahme bereits 2002 ausgeschrieben und der Auftrag an die Firma Dreisigacker in Birkweiler vergeben wurde. Die Firma habe sich bereiterklärt, die Arbeiten auszuführen, wenn die Einheitspreise angepasst werden. 90 Prozent der Kosten sind von Anliegern zu finanzieren, zehn Prozent werden von der Ortsgemeinde getragen. Bei sechs Stimmenthaltungen gab der Rat grünes Licht für Honorarzahlungen in Höhe von knapp 6800 Euro an das Planungsbüro Held in Landau für verschiedene erbrachte Planungsleistungen. So wurde in der Vergangenheit vom Büro Held eine Machbarkeitsstudie für die Unterbringung der Kita in einem Teil des Gebäudes der Schule „Kleine Kalmit“ erstellt. Bekanntlich wurde diese Variante fallengelassen und die Kita am bestehenden Standort ausgebaut. Die Kosten für die Studie belaufen sich auf 5000 Euro, 2500 Euro davon übernimmt die Verbandsgemeinde als Schulträger, da es bei dieser Studie auch um die weitere Nutzung des Schulgebäudes ging. Für die Umplanung der Kita muss die Gemeinde jetzt noch 1785 Euro zahlen, und 2000 Euro wurden der Gemeinde vom Planungsbüro für die Ingenieurleistungen im Zusammenhang mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Kita in Rechnung gestellt. Die Anlage wurde zwar ausgeschrieben, aber nicht verwirklicht. Angesichts, so hieß es, der erheblichen Straßenschäden und des starken Busaufkommens in der Leinsweilerer Straße dürfen Busse in dem Teilabschnitt zwischen den Einmündungen „An den Hochwiesen“ und „Oberdorfstraße“ künftig nicht mehr schneller als zehn Stundenkilometer fahren. Auf diese Geschwindigkeitsbegrenzung hat sich der Rat bei zwei Gegenstimmen festgelegt. Gleichzeitig soll ein Verkehrsschild „Straßenschäden“ aufgestellt werden. Von Anwohnern war in der Vergangenheit immer wieder Klage über Erschütterungen geführt worden, die durch die Busse in den Wohnhäusern ausgelöst würden. Die Straßenbeleuchtung in Ilbesheim wird zumindest bis Ende März 2015 mit Ökostrom gespeist. Dafür hat sich der Rat einstimmig entschieden. Statt 26,26 Cent pro Kilowattstunde müssen jetzt nur noch 21,61 Cent bezahlt werden. In Absprache mit der Bauern- und Winzerschaft beschloss der Rat mehrere Maßnahmen im Feldwegebau. Für den Grillplatz sollen neue Sitzgarnituren angeschafft werden. Ortsbürgermeister Hieb erhielt dazu gemeinsam mit dem Bauausschuss Prokura. Angenommen wurde vom Rat eine Spende der Sitztanzgruppe Ilbesheim unter der Leitung von Anna Naab aus Eschbach über 200 Euro zur Anschaffung von Flurgarnituren. (som)

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