Pfalz / Elsass
Baumwipfelpfad Drachenbronn: Nervenkitzel und Naturerlebnis
Zum Baumwipfelpfad braucht man eigentlich nicht viel zu sagen. Denn die Bilder, insbesondere die Drohnenaufnahmen, sprechen für sich: Eine Holzkonstruktion, eingebettet in der Natur, mit einer Aussichtsplattform, von wo man den Blick in die Ferne schweifen kann. Die Panoramaaussicht ist fantastisch. Bäume und Grünflächen, teils auch Bäche und Flüsse, so weit das Auge reicht.
Um das erleben zu können, braucht man mit dem Auto etwa 20 Minuten vom Deutschen Tor in Schweigen-Rechtenbach bis nach Drachenbronn im Elsass – und dann ist man auch schon bei der Attraktion. Aktuelle Besucherzahlen möchten die Verantwortlichen nicht nennen. Nur so viel: Man sei sehr zufrieden mit der Resonanz, es mache sich ein positiver Trend seit der Eröffnung 2021 bemerkbar.
Touristiker lernen Baumwipfelpfad kennen
Damit aber noch mehr Menschen angesprochen und dazu animiert werden, auf dem hölzernen Pfad zu schlendern, bis sie vom 30 Meter hohen Aussichtsturm den Blick in die Rheinebene und die Nordvogesen genießen können, setzt man jetzt stärker auf Partner aus der Pfalz. Gemeint sind dabei Betriebe aus dem touristischen Sektor, zum Beispiel Hoteliere, die ihren Gästen einen Ausflugstipp in der Umgebung geben möchten. Bei einem Tag des Partners wurde das Angebot kürzlich vorgestellt und dadurch Netzwerke geknüpft.
Die Erlebnis Akademie AG, kurz EAK, die hinter dem Baumwipfelpfad steckt, hat inzwischen weltweit solche Baumwipfelpfade, in Kandada und Irland zum Beispiel. In Deutschland gibt es mehrere, einer steht auch an der Saarschleife. Geworben wird jeweils mit dem individuellen Charakter des jeweiligen runden Holzturms und Zusatzageboten von anderen Unternehmen. So gibt es in der Nähe des Baumwipfelpfads in Bad Wildbad im Schwarzwald eine Hängebrücke, die die Massen anlockt.
Diverse Stationen für die ganze Familie
Der französische Baumwipfelpfad spricht gerade Familien an. Sind sie mit dem Kinderwagen unterwegs, kommen sie ohne Mühe bis zum Aussichtspunkt. Der Pfad ist nämlich bei einer maximalen Steigung von sechs Prozent barrierefrei begehbar. Für Mutige ist eine 75 Meter lange Rutsche angelegt worden, mit der es rasant nach unten geht.
Haben die Eltern ältere Kinder dabei, können sie schon auf dem Weg zur Plattform beziehungsweise Rutsche die vielen Lern- und Erlebnisstationen erkunden. Sie können beispielsweise balancieren und dabei den Blick nach unten wagen, da sie dort durch ein Netz bis nach unten gucken können. Für manche Kinder ist das eine Mutprobe in schwindelerregender Höhe. Außerdem werden ihnen Umweltthemen spielerisch nähergebracht. Sie erfahren beispielsweise, welche Baumart an ihrem Standort wächst.
Apropos Umwelt: Möglicherweise verbringen die Eltern bei ihrem Ausflug noch mehr Zeit in der Natur, da vom Parkplatz aus ein Wanderweg durch den Wald hoch zum Baumwipfelpfad führt. Alternativ können sie auch in das Bähnchen einsteigen, das alle halbe Stunde kostenfrei zwischen Schwimmbad-Parkplatz und der Pfad-Haltestelle verkehrt.
Besondere Veranstaltungen im Sommer
Familien mit zwei Erwachsenen zahlen knapp 40 Euro, wenn sie den Nervenkitzel im ehemaligen Militärgebiet erleben möchten. Unabhängig davon, wie viele Kinder sie haben. Wer mit den Kleinen anschließend noch nach einem Ort sucht, wo sie sich so richtig austoben können, kann für zwölf Euro mehr ein Kombiticket kaufen, das den Eintritt für den benachbarten Abenteuerwald beinhaltet. So wird der Spielplatz bezeichnet, der auf rund 14.000 Quadratmetern jede Menge Spielmöglichkeiten bietet. Das Gelände ist dabei so gestaltet, dass auch Erwachsene ihren Spaß haben werden statt nur als Begleitperson auf der Bank sitzen zu müssen. Neben Klassikern wie Schaukeln und Rutschen gibt es auch besondere Spielgeräte, etwa ein riesiges Trampolin und eine Seilbahn.
Für die laufende Saison werden diverse Aktionen auf dem Baumwipfelpfad angekündigt, um den Schauplatz unter einem besonderem Licht erscheinen zu lassen. So wird an Fronleichnam, 19. Juni, elsässische Spezialitäten im Fokus stehen, beim sogenannten French Day, dem französischen Tag, der Ende Juni und Ende Juli zwei weitere Male gefeiert wird. Auf dem Programm steht zudem ein Musikfest am 21. Juni.
Im Netz
Weitere Infos zum Baumwipfelpfad im Elsass gibt es online unter www.treetop-walks.com/alsace