Insheim RHEINPFALZ Plus Artikel Anwesen in Flammen: Feuerwehr rettet Menschen aus Haus

Das Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar.
Das Wohnhaus ist nicht mehr bewohnbar.

Ein Wohnhausbrand erschüttert Insheim. 60 Einsatzkräfte bändigen die Flammen. Dennoch ist die Bilanz verheerend: Zwei Menschen sind verletzt, das Haus ist unbewohnbar.

Blaulicht spiegelt sich auf den teils vereisten Straßen, Einsatzkräfte füllen an diesem Dienstag die Ortsdurchfahrt. Kurz zuvor, gegen 10.20 Uhr, ist bei der Feuerwehr ein Alarm eingegangen: Gemeldet ist ein Brand der dritten Kategorie. Ziel der Kräfte aus der Verbandsgemeinde (VG) Herxheim ist die Ortsgemeinde Insheim, wo ein Wohnhaus in Flammen steht.

Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen auch im Innern des Hauses.
Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen auch im Innern des Hauses.

Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung treffen die ersten Einheiten ein. Bis eine ganze Armada aus Feuerwehrfahrzeugen, Rettungswagen und Einsatzleitfahrzeugen vor Ort ist, dauert es keine zehn Minuten. Das brennende Haus wird großräumig abgesperrt. Auch in der Bahnhofstraße, die nahe dem Unglücksort liegt, wird schweres Gerät in Stellung gebracht, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Das gelingt, denn auf die benachbarten Grundstücke und Gebäude breitet sich das Feuer am Ende nicht aus.

Atemschutzträger gehen ins Gebäude

Trotz der ernsten Lage verläuft der Einsatz ruhig und geordnet. Bei etwa minus drei Grad arbeiten die Feuerwehrleute konzentriert und routiniert. Schläuche werden verlegt, Atemschutzträger gehen ins Gebäude, von außen läuft schnell die Brandbekämpfung an. Die Löscharbeiten zeigen rasch Wirkung, das Feuer kann nach Angaben von Einsatzleiter Jürgen Fink zügig eingedämmt werden. Der Brand selbst sei auf einen Raum des Hauses begrenzt gewesen. Die übrigen Bereiche des Anwesens seien aber durch die massive Hitzeentwicklung sehr stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Aus dem Fenster des Wohnhauses steigt dunkler Rauch auf.
Aus dem Fenster des Wohnhauses steigt dunkler Rauch auf.

Die Anstrengung steht den Einsatzkräften ins Gesicht geschrieben. Unter den Schutzjacken dampfen die T-Shirts, obwohl es eisig kalt ist. In einer Nachbarstraße versammeln sich Anwohner in kleinen Gruppen. Sie sprechen leise über Rauch und Sirenen und zeigen mit dem Finger auf das Wohnhaus, aus dem noch immer Qualm aufsteigt. Andere verfolgen den Einsatz aus sicherer Entfernung hinter Fensterscheiben – sichtbar bewegt vom Geschehen vor ihrer Haustür.

Zwei Menschen verletzt

Das betroffene Haus ist zum Zeitpunkt des Brandes bewohnt. Zwei Menschen werden verletzt, eine Person schwer. Beide werden, wie die Wehrleitung im Nachgang mitteilt, innerhalb weniger Minuten aus dem Gebäude gerettet und ins Krankenhaus gebracht. Insgesamt sind rund 60 Kräfte im Einsatz. Alarmiert werden alle Feuerwehren der Verbandsgemeinde Herxheim. VG-Wehrleiter Jürgen Fink koordiniert die Kräfte. Auch Verbandsbürgermeister Christian Sommer (FWG) ist vor Ort und verschafft sich ein Bild von der Lage.

 Einsatzkräfte bringen die Flammen schnell unter Kontrolle.
Einsatzkräfte bringen die Flammen schnell unter Kontrolle.

Nachdem der Brand unter Kontrolle ist, beginnen die Nachlöscharbeiten. Glutnester werden gesucht und abgelöscht. Das Technische Hilfswerk (THW) teilt mit, dass es im Erdgeschoss zu dem Brandereignis gekommen sei, infolgedessen Teile der Gebäudestruktur sowie Fenster beschädigt wurden. Fensteröffnungen seien mit OSB-Platten verschlossen worden, um das Gebäude abzusichern.

Nach Angaben der Polizei ist das Anwesen nicht mehr bewohnbar, der Sachschaden liegt im sechsstelligen Bereich. Die Ursache ist bislang unklar; eine Begehung des Brandortes ist derzeit nicht möglich. Die Ermittlungen dauern laut Polizei an.

Die Verletzten werden ins Krankenhaus gebracht.
Die Verletzten werden ins Krankenhaus gebracht.
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