Kreis Südliche Weinstraße 38-Jähriger will Ortschef werden

Jens Sprenger, Beigeordneter der Gemeinde Oberhausen, hat in der jüngsten Gemeinderatssitzung offiziell seinen Hut in den Ring geworfen. Der 38-jährige Zollbeamte bewirbt sich um das Amt des Ortsbürgermeisters bei der Kommunalwahl im Mai. Die seit 2006 amtierende Bürgermeisterin Irmgard Schreiber tritt nicht mehr an. „Ich möchte das Amt in jüngere Hände geben“, sagte Schreiber im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Jens Sprenger ist seit 2012 Mitglied des Gemeinderats, seit 2014 hat er das Amt des Beigeordneten inne. Thema in derzeit jeder Oberhausener Gemeinderatssitzung sind die umfangreichen Vorbereitungen für das diesjährige Jubiläum zum 800-jährigen Bestehen der Gemeinde. 6500 Euro wird der Druck von 700 Exemplaren der rund 300 Seiten starken Ortschronik kosten, die federführend von Archivar Rolf Übel erstellt wird. Der Auftrag wurde vom Gemeinderat vergeben. Kostenfrei für die Gemeinde ist ein „Ortsfamilienbuch“, das Werner Esser aus Kandel über die Familien in Oberhausen derzeit erstellt. Der Untersuchungszeitraum erstreckt sich über mehrere Jahrhunderte. 100 Bücher werde Esser auf eigene Kosten drucken lassen, ein Buch koste 25 Euro, sagte Schreiber in der Ratssitzung. Beschlossen wurde vom Gemeinderat, die Familienbücher, die nicht verkauft werden sollten, zu übernehmen. Als zusätzliche Attraktion für das Oberhausener Ortsjubiläum wurde beschlossen, während des großen Festwochenendes ein „Schoppebähnl“ als Transportmittel für die mit der Bahn anreisenden Gäste vom Bahnhof Barbelroth nach Oberhausen fahren zu lassen. Das Gefährt kostet 850 Euro pro Tag. Schreiber informierte das Gremium auch darüber, dass auf der B 427 zwischen Oberhausen und Hergersweiler von April bis Juni, also noch rechtzeitig vor dem großen Festwochenende, die Fahrbahn erneuert werden soll. Mit der Erstellung eines überörtlichen Hochwasserschutzkonzeptes für die Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, das von der Verbandsgemeinde in Auftrag gegeben werden soll, war der Rat einverstanden.