Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Zwei Punkte als verdienter Lohn für die HWE

Ließ sich nicht aufhalten und traf zwölfmal: Stefan Marx von der HWE.
Ließ sich nicht aufhalten und traf zwölfmal: Stefan Marx von der HWE.

Zehn Spieler, darunter mit Jan Lukas Mathei und Joshua Jacobsen zwei Torhüter, brachte die HWE Erbach/Waldmohr am Samstag noch aufs Feld. Der vom Coronavirus arg gebeutelte Handball-Verbandsligist fuhr dennoch mit zwei Punkten im Gepäck vom Auswärtsspiel gegen RW Schaumberg zurück in die Heimat. Ein deutliches 29:18 (14:7) für die HWE stand am Ende auf der Anzeigetafel.

Es war bereits der achte Sieg im elften Saisonspiel für die HWE Erbach/Waldmohr. Als Überraschungspaket bezeichnete Waldmohrs Trainer Daniel Thum immer wieder die aktuelle Saison, weil ob der Folgen des Coronavirus’ niemand wisse, wie die Mannschaften aufgestellt seien. Eine Überraschung ist es nunmehr aber auch, dass Waldmohr sich ganz weit oben in der Tabelle eingenistet hat und auch zu den direkten Verfolgern des Klassenprimus HC Schmelz gehört.

Pascal Meisberger, bis vor einem Jahr noch beim Handball-Oberligisten HF Illtal auf der Platte, ist der absolute Führungsspieler beim vergangenen Gegner RW Schaumberg. Der gestandene Oberligaspieler wechselte vor Jahresfrist zu seinem Heimatverein. „Er war bei Illtal nicht irgendein Spieler. Es war ein zentraler Spieler“, erzählt Daniel Thum. Seine Kreise galt es für die HWE während der Partie einzugrenzen, und das gelang dem Team auch gut. Nur fünf Treffer erzielte Meisberger während der gesamten 60 Minuten. Damit war er zwar der Toptorschütze seines Teams, doch bei weitem nicht der Erfolgsgarant für das Mittelfeldteam aus Schaumberg, wie von Daniel Thum befürchtet.

Marx trifft zwölfmal

Dem hatte Waldmohr mit Stefan Marx doch einiges entgegenzusetzen. „Wir können nicht viel erwarten“, hatte Trainer Thum noch vor dem Spiel gesagt. Konnte er am Samstag dann aber doch – auch von seinem Topwerfer: Ein Dutzend Treffer gelangen dem HWE-Akteur, der damit maßgeblichen Anteil am Sieg seines Teams hatte.

Bis zur zehnten Spielminute ging Schaumberg immer wieder in Führung, letztmalig durch einen Treffer von Ex-Oberligaspieler Meisberger, der mit seinem Wechsel sogar auf ein Spiel im DHB-Pokal gegen ein Profiteam verzichtet hatte. Danach jedoch zündete Stefan Marx. Sechs der sieben folgenden Treffer – bis zur 10:6-Führung – gelangen dem HWE-Schützen, der bereits zur Halbzeit neun Treffer auf seinem Konto hatte.

Das letzte Aufbäumen

Beim Stand von 14:7 war zur Halbzeit schon fast die Vorentscheidung gefallen, auch wenn die Schaumberger direkt nach dem Wiederanpfiff gehörig an der Ergebnisschraube drehten. Meisberger und zwei Siebenmetertore von Frederik Schmitt und Thomas Kirsch brachten RWS wieder auf 10:14 heran. Es war das letzte Aufbäumen des Heimteams, das im Anschluss daran mehr und mehr den Kontakt zur HWE verlor. Ein Doppelpack von Stefan Marx zum 22:14 für Waldmohr sorgte in der 47. Minute für die endgültige Entscheidung.

In der Schlussphase folgte sodann nicht mehr das ganz große Torefeuerwerk. Bereits in der 56. Spielminute gelang Alexander Veith der 29. und letzte Treffer der HWE. Neben Marx trugen sich Peter Jungblut (5 Tore), Tim Eder (2), David Klein (1), Thomas Kirsch (4), Martin Walther (1) und Alexander Veith (1) in die Torjägerliste ein, womit jeder HWE-Feldspieler erfolgreich war.

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