Herschweiler-Pettersheim
„Wir feiern Knut“: Schwedische Tradition in Herschweiler-Pettersheim
Wie Vanessa Pletsch, Hauptfeuerwehrfrau und seit fünf Jahren Vorsitzende des Feuerwehrfördervereins berichtet, beginnt die Veranstaltung „Wir feiern Knut“ mit dem Abholen der Weihnachtsbäume, diesmal rund 300 an der Zahl. Dafür sei vor allem die Jugendfeuerwehr zuständig gewesen. Zum Abschluss des Festes wurden die Weihnachtsbäume fachkundig verbrannt.
Das Knutfest oder auch St.-Knuts-Tag ist der letzte Tag der Weihnachtszeit in Schweden, Norwegen und Finnland, an dem der Beginn des längeren Tageslichts gefeiert wird. Bekanntheit in Deutschland erlangte diese Tradition durch den Möbelriesen Ikea. Am 13. Januar werfen die Schweden die Weihnachtsbäume aus dem Fenster und bei einem Fest werden diese verbrannt. Vorher werden feierlich die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt und dann die restlichen Süßigkeiten, die vorher die Bäume verzierten, aufgegessen. Der 13. Januar soll benannt sein nach Knut IV., dem christlichen König von Dänemark, der im Jahr 1086 ermordet worden sein soll. Andere Quellen behaupten, König Knut IV. habe die Anweisung gegeben, die Weihnachtszeit auf 20 Tage zu verlängern, daher der Name des Tages.
Wenig Interesse am Baumwerfen
Am Feuerwehrgerätehaus wurde mit „Grumbeerwaffeln“ und Glühwein dem kalten Wetter getrotzt. Die Feuerwehrleute hatten am Abend zuvor fleißig Kartoffeln geschält und 80 Kilo Teig zubereitet, damit die hungrigen Mäuler versorgt werden konnten. Beim Waffelbacken waren Vanessa Pletsch, Benjamin Jung, Markus Becker, Markus Hentschel, Philipp Huber und Jens Heidemann gefordert. Das eingespielte Team sorgt übernimmt seit Jahren das Waffelbacken mit den alten Eisen.
Beim Weihnachtsbaumwerfen nahmen nur wenige teil. Wehrführer Jan Kochanek händigte Diana Huber als bester Frau eine Flasche Likör aus. Marvin Müller nahm als Sieger bei den Männern ein Flasche Hochprozentiges entgegen und Tom Becker errang den Siegespreis bei den Kindern. Er erhielt eine Süßigkeitenbox.