Wolfstein RHEINPFALZ Plus Artikel Wandern, Wein, Livemusik: So feiert Wolfstein die Dubbeglaswanderung (mit extravielen Fotos)

Zum historischen Denkmal steigt der Weg bei der Dubbeglaswanderung erstmals an. Aber dort warten schon die nächsten Stärkungen.
Zum historischen Denkmal steigt der Weg bei der Dubbeglaswanderung erstmals an. Aber dort warten schon die nächsten Stärkungen.

Die Dubbeglaswanderung lockte so viele Gäste wie selten zuvor. An neun Stationen wurden Wanderer verwöhnt. Wolfstein und Umgebung zeigten sich von ihrer besten Seite.

Sonne satt und angenehme Temperaturen über 20 Grad boten am Samstag perfekte Voraussetzungen zum Wandern und Genießen. Als „besucherstärkste Wanderung in der Westpfalz“ war die Dubbeglaswanderung angekündigt. Und das Veranstalter-Team um Leon Niebergall, Vorsitzender des Wolfsteiner Verkehrsvereins, war vom Ansturm, der sich gegenüber den Vorjahren noch mal gesteigert habe, schlichtweg begeistert.

Schon am Vormittag waren ungezählte Freunde, Arbeitskollegen und Familien in und um Wolfstein unterwegs. Vorbereitet waren 1000 Wanderpakete mit Dubbeglas und Halter, digitaler Wanderkarte, ein Beitrag zur Nachhaltigkeit, und zwei „Wolfsteiner“, die in Schorlen getauscht werden konnten. Viele der Pakete gingen schon im Vorverkauf weg, der Rest war am Samstagmorgen alsbald ausverkauft. Für den Sonntag wurden noch rund 250 Pakete nachgerüstet. Auch die waren schnell vergriffen, berichtet Niebergall, der sich am Sonntagmorgen einfach nur „sehr zufrieden“ zeigte. „Der Zuspruch war enorm, das Wetter hielt, die Züge fuhren und es herrschte tolle Stimmung.“

Ein knackiger Anstieg entfällt

Neun Stationen zum Rasten, Genießen und Feiern waren entlang des sieben Kilometer langen Rundwegs aufgebaut. Vom Start und Ziel, dem Schorleplatz, ging es durch die Stadt zur Station am Kalkbergwerk. Die Streckenführung war angepasst worden und der knackige Anstieg zur Jugendherberge damit entfallen. Manche schätzten das sehr, anderen war es so und so recht. „Wir wären dann etwas gemütlicher gelaufen“, sagte Silvia Schwarz aus Einöllen, die mit ihrem Partner Siegfried Zimmer unterwegs auch mal ein Eis samt „malerischem Ausblick“ genoss. Die beiden sind jedes Jahr dabei, schätzen neben der Aussicht kulinarische Besonderheiten und das Miteinander. „Man trifft viele nette Leute, manche kennt man schon, andere lernt man schnell kennen.“

Die leicht abgewandelte Strecke führte in diesem Jahr durch die Hauptstraße zur zweiten Station am Kalkbergwerk – und ersparte d
Die leicht abgewandelte Strecke führte in diesem Jahr durch die Hauptstraße zur zweiten Station am Kalkbergwerk – und ersparte den Besuchern etliche Höhenmeter.
Offizieller Start- und Endpunkt ist der zum »Schorleplatz« umbenannte Rathausplatz.
Offizieller Start- und Endpunkt ist der zum „Schorleplatz“ umbenannte Rathausplatz.
Statt Beuteln gab es dieses Jahr ein Glas mit Halter, »Wolfsteinern«, die in Schorlen umgemünzt werden konnten, eine digitale Wa
Statt Beuteln gab es dieses Jahr ein Glas mit Halter, „Wolfsteinern“, die in Schorlen umgemünzt werden konnten, eine digitale Wanderkarte und Bändchen für vergünstigte Schorlen. Auch wenn der Skiclub unter der Woche schon 800 Pakete bestückt hatte, blieb für Leon Niebergall, Dustin Scheidt, Frank Becker und das Team vom Verkehrsverein noch einiges zu tun. Pakete, die in den freien Verkauf gingen, waren schon Samstagvormittag vergriffen.
An den Stationen bildeten sich immer wieder mal Schlangen . Das tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch.
An den Stationen bildeten sich immer wieder mal Schlangen . Das tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch.
Die neue Station am Kalkbergwerk war schon am Morgen stark frequentiert.
Die neue Station am Kalkbergwerk war schon am Morgen stark frequentiert.
Da gehts lang -– und später auch tatsächlich hoch hinaus.
Da gehts lang -– und später auch tatsächlich hoch hinaus.
Erstmal ordentlich stärken, dann kann es losgehen.
Erstmal ordentlich stärken, dann kann es losgehen.
Wie immer herrschte beim Skiclub schon am Morgen ordentlich Trubel mit Leckereien, Zigarrenlounge, Cocktails, Live-Musik.
Wie immer herrschte beim Skiclub schon am Morgen ordentlich Trubel mit Leckereien, Zigarrenlounge, Cocktails, Live-Musik.
Neu im Programm war Station vier in einem privaten Hof am Lauterblick. Noch einmal ausruhen und gemütlich beisammensitzen ist an
Neu im Programm war Station vier in einem privaten Hof am Lauterblick. Noch einmal ausruhen und gemütlich beisammensitzen ist angesagt, denn zumindest die Ortskundigen wissen, dass bald ein Anstieg ansteht.
Praktisch: der Dubbeglashalter mit integriertem Münzfach für die »Wolfsteiner«, die in Schorlen umgemünzt werden konnten.
Praktisch: der Dubbeglashalter mit integriertem Münzfach für die „Wolfsteiner“, die in Schorlen umgemünzt werden konnten.
Viele, wie diese Wolfsteiner Freundesgruppe, sind jedes Jahr dabei und schätzen gute Laune, Leckerbissen, Musik und die schönen
Viele, wie diese Wolfsteiner Freundesgruppe, sind jedes Jahr dabei und schätzen gute Laune, Leckerbissen, Musik und die schönen Aussichten.
Sonne satt, kulinarische Leckereien, gemütlich zusammensitzen: Da war gute Laune programmiert.
Sonne satt, kulinarische Leckereien, gemütlich zusammensitzen: Da war gute Laune programmiert.
Viele Vierbeiner waren mit von der Partie, meist gewöhnlich angeleint, aber vor allem Hunde der zahlreichen US-Amerikaner waren
Viele Vierbeiner waren mit von der Partie, meist gewöhnlich angeleint, aber vor allem Hunde der zahlreichen US-Amerikaner waren sich besonderer Aufmerksamkeit gewiss.
Nicht nur die Weinschorlen, auch nichtalkoholische Pendants überzeugten im Dubbeglas.
Nicht nur die Weinschorlen, auch nichtalkoholische Pendants überzeugten im Dubbeglas.
Zum ersten Mal dabei und direkt vom Konzept begeistert: die Roßbacher Severine und Raul Marx.
Zum ersten Mal dabei und direkt vom Konzept begeistert: die Roßbacher Severine und Raul Marx.
Silvia Schwarz und Siegfried Zimmer genossen erfrischendes Eis und die »malerische« Aussicht.
Silvia Schwarz und Siegfried Zimmer genossen erfrischendes Eis und die „malerische" Aussicht.
Ohne Komplikationen mit dem Zug aus den Landkreisen Pirmasens und Kaiserslautern angereist: Silke Mohr, Jasmin Anschau, Lenja An
Ohne Komplikationen mit dem Zug aus den Landkreisen Pirmasens und Kaiserslautern angereist: Silke Mohr, Jasmin Anschau, Lenja Antes, Bodo Tischer und Bianca Knapp. Sie waren erstmals bei der Dubbeglaswanderung in Wolfstein dabei.
Strahlend blauer Himmel, Sonne satt am Samstag. Petrus scheint ein Wolfsteiner zu sein.
Strahlend blauer Himmel, Sonne satt am Samstag. Petrus scheint ein Wolfsteiner zu sein.
Wer hoch hinausgeht, wird mit tollen Aussichten belohnt ...
Wer hoch hinausgeht, wird mit tollen Aussichten belohnt ...
...auf Wolfstein und den Königsberg.
...auf Wolfstein und den Königsberg.
Zum Abschluss – oder Start, wenn man entgegen der Laufrichtung unterwegs ist – wird es noch mal richtig steil.
Zum Abschluss – oder Start, wenn man entgegen der Laufrichtung unterwegs ist – wird es noch mal richtig steil.

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Die Wanderer kommen immer wieder ins Gespräch, ob beim Warten in der Schlange oder beim gemeinsamen Schlemmen. Unweigerlich entsteht Kontakt auf dem Gelände des Skiclubs: Livemusik, Zigarrenlounge, Weine, Cocktails und Essen locken dort immer Besucher. Wer es beschaulicher mochte, konnte am Sport- und Campingplatz vorbei über die Lauter zu einer neuen Station in einem Privathof gelangen. Die Anlaufstelle fügte sich so gut ins Konzept ein, als sei sie schon immer dort gewesen.

Mit Drohne nach Gästen Ausschau halten

Anschließend galt es, ein paar Höhenmeter zum Denkmal in Roßbach zu bewältigen – entschädigt wurde man nicht nur mit Weinvariationen, Schokofrüchten und Co., sondern auch mit tollen Aussichten auf Stadt und Umgebung. Noch etwas weiter hoch hinaus ging es zum Königsbergblick und der Station „Schöne Aussicht“. Einen besseren Blick hatte nur noch der Einöller Kitzretter Werner Keller, der mit der Drohne Ausschau nach Menschenmengen hielt, damit die Jagdfreunde Einöllen Wildwürste und -frikadellen passend auf den Grill legen konnten. Kulinarisch wurde wieder einiges geboten. Zudem präsentierten Winzer entlang der Strecke eine große Auswahl ihrer Weine.

Wie jedes Jahr verabredeten sich Gabi und Herbert Brand aus Lohnweiler bei der Wanderung mit dem befreundeten Paar Andrea und Thomas Schwegel aus Homburg. „Das ist Tradition.“ Sie starteten am Samstagvormittag und planten das volle Programm ein, inklusive Dubbeglasparty. „Wir sind immer dabei und es ist immer geil“, waren sich Kevin Spaugschus, Lisa Eisfeld und Lea Althoff einig. Die Wolfsteiner sind „froh, dass es so ein Angebot gibt“. Es blieben keine Wünsche offen: Musik, Kulinarik, Natur, dazu gute Laune: „Das is die Palz“, fasste Eisfeld zusammen.

Früh den Campingplatz-Platz buchen

Und die „Palz“ kommt selbst bei Saarländern gut an. Christine und Dietmar Fuchs aus Kirkel haben ihr Wohnmobil auf dem Campingplatz stehen. Sie waren am Samstag zum ersten Mal mit einigen Freunden mit von der Partie. „Wir kommen auf jeden Fall wieder“, kündigten sie an. Nun wollen sie sich schlau machen, wann die Wanderung im kommenden Jahr stattfindet – um sich wieder beim Campingplatz einzumieten. Voll des Lobes waren auch Severine und Raul Marx, die vor vier Jahren nach Roßbach zogen, jetzt aber zum ersten Mal die Zeit für die Dubbeglaswanderung fanden. Die beiden sind gerne in der Natur unterwegs und hatten viel Spaß beim Wandern.

Etliche Besucher reisten mit dem Zug an, darunter eine Gruppe aus den Landkreisen Südwestpfalz und Kaiserslautern. „Der Zug war pünktlich. Da wir noch nie in Wolfstein waren, wussten wir nicht direkt, wo es langgeht“, erzählte Jasmin Anschau, die mit Silke Mohr, Lenja Antes, Bianca Knapp und Bodo Tischer unterwegs war. Mit der digitalen Wanderkarte ging es letztlich aber ganz gut.

Im Zug sei es recht voll gewesen, dennoch lohne sich diese Anreise sowohl finanziell dank Gruppenticket, als auch wegen der ersparten Parkplatzsuche. Außerdem müsse keiner selbst fahren. Der Haken: Trotz Sonderzug am Abend Richtung Kaiserslautern musste die Gruppe mangels Anschlusses am Hauptbahnhof in Lautern Richtung Pirmasens die Dubbeglasparty ausfallen lassen. Ansonsten war das Quintett vom Konzept überzeugt. Und „die Käsespätzle waren richtig gut“, lobten sie.

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