Homberg Waldrefugium in Aussicht

Die Gemeinde Homberg verfügt über rund 120 Hektar Wald.
Die Gemeinde Homberg verfügt über rund 120 Hektar Wald.

Im Gemeindewald soll ein Waldrefugium für den Artenschutz eingerichtet werden. Ansonsten weist der Wald laut Forstreferendar Martin Scherschlicht deutliche Schäden auf: Eine Überpopulation an Rehen und der Klimawandel haben Spuren hinterlassen.

Der Wald war das vorherrschende Thema in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag. Auf einer zwischen sechs und zwölf Hektar großen Fläche mit teils mehr als 200 Jahre alten Bäumen soll ein Waldrefugium eingerichtet werden. Uhus, Dachse und Spechte sind laut Forstreferendar Martin Scherschlicht dort heimisch. Eine Bewirtschaftung sei wegen der topografischen Lage schwierig. Das Projekt Waldrefugium könnte in enger Abstimmung mit der Mainzer Stiftung Natur und Umwelt realisiert werden. Vom Rat gab es dafür einstimmig grünes Licht.

Scherschlicht präsentierte das von ihm erarbeitete Forsteinrichtungswerk, also den Plan für den Forstbetrieb. Die rund 120 Hektar Gemeindewald wiesen keine wertvollen Bestände wie beispielsweise Douglasien auf, und auch die Böden seien eher karg, berichtete Scherschlicht. Darüber hinaus gebe es deutliche Klimaschäden an den Bäumen und auch die Rehe richteten derart viele Schäden an, dass die Abschussquoten erhöht werden müssten.

Der Forstwirtschaftsplan für dieses Jahr soll mit einer schwarzen Null abschließen. Zudem wurde der Ortsgemeinde mittlerweile die im Rahmen des PESC-Zertifizierung zugesagte Nachhaltigkeitsprämie des Bundes in Höhe von rund 100 Euro je Hektar Gemeindewald zugesagt.

Weiteres Thema

  • Straßenbeleuchtung: Obwohl der Energieversorger OIE ein Angebot für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Ort auf LED-Technik vorgelegt hat, vertagte der Rat die Auftragsvergabe. Einer der Gründe ist, dass OIE plant, eine Seilleuchte in der Dorfmitte durch eine Mastleuchte zu ersetzen. Nach Meinung der Gemeindevertreter verursacht das zu hohe Kosten.

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