Neunkirchen
Wärmebildkameras retten Kitzleben: Informationsabend im April
Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Lebensraum schützen“ am Freitag, 17. April, 18 Uhr, möchte der stellvertretende Kreisjagdmeister Jens Klink den Besuchern einen Einblick in seine Arbeit und den Ablauf der Kitzrettung gewähren. Anhand einer Präsentation zeigt er, was mit verwaisten Wildtieren passiert. Das Thema Wild- und Waldpflege ist für ihn von hoher Wichtigkeit. Von April bis Juli sollen vermehrt Drohnenflüge stattfinden – auch nachts.
Wozu die Drohnen dienen
Die Wärmebildtechnik von Drohnen verhindert nicht nur das Sterben von Rehkitzen, sagt Klink, sondern auch das von Junghasen, Wildkatzen, Bodenbrütern und sogar Haustieren. 2025 retteten 16 Drohnenteams im Landkreis Kusel fast 400 Kitze vor dem Tod, sagt Klink, in ganz Rheinland-Pfalz seien es etwa 6000 gewesen. Die Tendenz bei der Anzahl der Drohnenteams sei steigend. Voraussetzung zum Fliegen einer Wärmelichtdrohne ist ein Drohnenführerschein, erklärt der stellvertretende Kreisjagdmeister. Bei den Ausbildungen bekommen neue Piloten vor Ort Anweisungen.
„Mehr als Kaffeetrinken und Stricken“
Mit Veranstaltungen wie diesen versuchen die Landfrauen ein „breitgefächertes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen“ und „etwas im Dorf zu bewegen“, sagt die Vorsitzende Lilli Niebergall. „Wir sind mehr als Kaffeetrinken und Stricken“, fügt sie hinzu. Darauf wolle der Verein nicht reduziert werden.
Mit dem Projekt wollen die Landfrauen vielmehr auf den Hintergrund der Kitzrettung aufmerksam machen. Sie hoffen auf möglichst viele Interessierte und bitten für eine bessere Planung um Anmeldung bis zum 13. April unter der Telefonnummer 06385 5307.