Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Turnier der Überraschungen in Waldmohr

Spielszene aus der Begegnung 1. FC Saarbrücken (in Blau) gegen SV Saar (in Weiß): Nach einem Freistoß fällt das 1:0 für Saarbrüc
Spielszene aus der Begegnung 1. FC Saarbrücken (in Blau) gegen SV Saar (in Weiß): Nach einem Freistoß fällt das 1:0 für Saarbrücken, was auch das Endergebnis ist.

Mit einer Überraschung endete das U19-Turnier um den Next Generation Cup der ProSoc GmbH im Rothenfeldstadion in Waldmohr.

Zehn A-Jugend-Mannschaften nahmen am Wochenende am Next Generation Cup, einem hochklassig besetzten Nachwuchsturnier, in Waldmohr teil. In zwei Gruppen aufgeteilt, kämpften sie um den Einzug in die Halbfinals. In Gruppe A qualifizierten sich der FK Pirmasens als Gruppensieger und der 1. FC Saarbrücken als Zweiter, in Gruppe B sicherten sich der VfR Waldhof Mannheim und Wormatia Worms das Weiterkommen.

In den Halbfinalpartien kam es dann zur ersten Überraschung: Worms bezwang Pirmasens souverän mit 3:0, während sich Saarbrücken erst im Elfmeterschießen mit 5:2 gegen Mannheim durchsetzen konnte. Im Endspiel war es erneut das Nervenspiel vom Punkt, das die Entscheidung brachte – diesmal mit dem besseren Ende für die Wormatia.

Zwar galten höherklassige U19-Mannschaften wie die von Viktoria Aschaffenburg, Waldhof Mannheim und Saarbrücken im Vorfeld als Favoriten, doch der Turnierverlauf bewies einmal mehr, dass im Nachwuchsfußball Überraschungen jederzeit möglich sind. Alle Spiele waren hart umkämpft, viele Partien entschieden sich erst in den Schlussminuten oder im Elfmeterschießen.

Pokale für die Besten

Trotz des verpassten Turniersieges wurde Saarbrückens Torhüter David Baizel als bester Torwart ausgezeichnet. Die individuellen Topspieler stellte Waldhof Mannheim: Milo Bauer traf insgesamt sechs Mal und wurde damit bester Torschütze, während sein Teamkollege Philipp Fesser als bester Spieler des Turniers geehrt wurde.

Veranstaltet wurde das Turnier von der ProSoc GmbH, die sich seit 14 Jahren für die Förderung junger Fußballtalente einsetzt. Gegründet wurde sie von Sebastian Korst, einem ehemaligen Profifußballer, der unter anderem für den 1. FC Kaiserslautern, Saarbrücken und Elversberg aktiv war. Ziel der ProSoc Academy ist es, talentierte Nachwuchsspieler nicht nur sportlich zu fördern, sondern ihnen auch die Möglichkeit zu geben, ein Studium in den USA zu absolvieren.

Laura Freigang geht voran

40 junge Athleten – je zur Hälfte Mädchen und Jungen – sollen jährlich in die USA vermittelt werden. Beim Turnier in Waldmohr 2024 nahmen bereits mehrere Spieler teil, die diese Möglichkeit nutzen wollen. Im vergangenen Jahr schafften sechs Nachwuchsspieler, zwei Jungen und vier Mädchen, über das Turnier den Sprung über den Atlantik. Ein prominentes Beispiel für den erfolgreichen Weg über das US-Stipendiensystem ist Laura Freigang. Die deutsche Nationalspielerin und Bundesliga-Profi von Eintracht Frankfurt studierte ab 2016 mit einem Sportstipendium an der Pennsylvania State University.

Schon bald geht es weiter: In drei Wochen richtet die ProSoc Academy am selben Ort ein U17-Turnier für Fußballerinnen aus – mit noch hochkarätigerem Teilnehmerfeld. Unter anderem werden Teams der Bundesligisten Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen erwartet sowie ein ganz besonderer Gast: eine Mädchenmannschaft aus Kalifornien, die extra aus den USA anreist. Sebastian Korst zeigte sich zufrieden: „Die Spieler, Trainer und Zuschauer waren begeistert von der Organisation und der Qualität des Turniers. Das motiviert uns, diesen Weg weiterzugehen.“ ProSoc ist seit 2011 offizieller Partner von US Youth Soccer für Europa und damit Schnittstelle zwischen Kontinenten – sportlich wie kulturell.

Es ist angerichtet: Die Pokale für die Sieger, den Torschützenkönig, den besten Torhüter und den besten Spieler stehen bereit.
Es ist angerichtet: Die Pokale für die Sieger, den Torschützenkönig, den besten Torhüter und den besten Spieler stehen bereit.
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