Lauterecken-Wolfstein Schwimmbäder der Verbandsgemeinde: Trotz hoher Defizite keine Eintrittspreis-Erhöhung

Bietet etwas Freizeitspaß im Lautertal: das Freibad bei Wolfstein.
Bietet etwas Freizeitspaß im Lautertal: das Freibad bei Wolfstein.

Das hohe Defizit sollen keinesfalls die Besucher ausbaden. Deshalb bleiben die Tarife für die Schwimmbäder in Wolfstein und Homberg unverändert – bis auf einen.

Vor Jahresfrist hatte sich der Tarifdschungel gelichtet: Die Liste von Einzel- und Dauertickets mit Vollpreis oder Ermäßigung, die da für die beiden Bäder im Norden des Kreises aufgeführt waren, ist 2025 von 22 auf vier zusammengeschrumpft. In diesem Jahr wird sie wieder erweitert, allerdings nur um einen Posten: Fürs Rüllberg- wie für das Königsland-Freibad wird es mit Start der neuen Badesaison auch eine Jahreskarte für Kinder geben. Der auf ein Jahr befristete, sonst aber uneingeschränkte Eintrittspreis kostet dann schlappe fünf Euro – und dies soll dafür sorgen, dass die „Ü7“-Kinder schneller ins Wasser kommen.

Am Donnerstagabend hat der Rat der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein über die Eintrittspreise für die beiden Schwimmbäder beraten, die unter Trägerschaft der VG stehen. Obwohl aber nun die Bäder bei Homberg und in Wolfstein Zuschussbetriebe sind und alljährlich ein Defizit von rund 800.000 Euro verursachen, soll nicht an der Preisschraube gedreht werden. Einzig in einem Fall: Neu im Angebot sind besagte Dauertickets für Kinder ab sieben Jahren bis zum Teenager-Alter. Jüngere Kinder haben ohnehin freien Eintritt. Die Fünf-Euro-Karte können auch Menschen mit Behinderung (ab einem Grad von 50 Prozent) für sich in Anspruch nehmen.

Wieder Gratis-Schwimmkurs vorgesehen

Den neuen Tarif einzuführen, ergebe Sinn, erläuterte Bürgermeister Andreas Müller. Denn man trage Elternwünschen Rechnung und beuge unehrlichen Machenschaften vor. Letzteres beziehe sich auf Beobachtungen: Einige Badbesucher hätten die vergünstigten Karten erworben, die Behinderten vorbehalten sind. Bei Andrang könne nicht noch kontrolliert werden, ob jemand einen Behindertenausweis hat. Im Übrigen soll es die Dauerkarten künftig an den Kassenautomaten geben.

Beibehalten will die Verbandsgemeinde auch die kostenlosen Schwimmkurse: Insgesamt 50 Plätze sollen in der kommenden Badesaison wieder besetzt werden. Rund 6000 Euro lässt sich die Verbandsgemeinde dies kosten. Die Öffentliche Hand soll die Kostenanteile tragen, die nicht durch Spenden und Fördermittel gedeckt werden können. Denn zur Finanzierung der Kurse sollen auch wieder solche Drittmittel eingeworben werden. Im vergangenen Jahr sei es gelungen, die Schwimmkurse allein durch Spenden und Zuschüsse zu bestreiten.

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