Meisenheim / Mainz
Schweitzer sichert Zukunft des Gesundheitszentrums Glantal in Meisenheim zu
Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hat die dauerhafte Sicherung des Gesundheitszentrums Glantal in Meisenheim zugesagt. In einem Schreiben an die Bürgerinitiative „GZG Meisenheim“ versichert der rheinland-pfälzische Regierungschef, das öffentlich-rechtliche Landeskrankenhaus werde seiner Verantwortung für den Standort „auch in Zukunft gerecht werden“.
Mit der Zusage reagierte Schweitzer vor der Landtagswahl auf einen Appell von Meisenheimer Kommunalpolitikern und der Bürgerinitiative. Diese fordert, dass das Landeskrankenhaus als Träger den Standort Meisenheim dauerhaft als „vollwertiges Krankenhaus“ erhält. Die im Zusammenhang mit dem gescheiterten Verkauf an einen anderen Träger vom Mainzer Gesundheitsministerium und der Geschäftsführung des Landeskrankenhauses zugesagte Aufrechterhaltung der Versorgung behält ihre Geltung, ergänzt der Ministerpräsident.
Suche nach Träger hat viele verunsichert
Das im Frühjahr 2025 gestartete Verfahren zur Suche eines neuen Trägers hatte Beschäftigte und Bevölkerung verunsichert. Ende Juni 2025 stoppte das Landeskrankenhaus das Verfahren, nachdem potenzielle Interessenten abgesprungen waren.
Das Meisenheimer Krankenhaus befindet sich seit 2003 in Trägerschaft des Landeskrankenhauses. Mit etwa 420 Mitarbeitenden und rund 130 Betten bietet das Gesundheitszentrum als Klinik der Grundversorgung Akut-Neurologie, neurologische Rehabilitation, Chirurgie, Orthopädie und Innere Medizin.
Nachfolger des bisherigen Chefarztes für die internistische Versorgung, Ahmad Al Rifaee, der Anfang April an den Standort Kusel des Westpfalz-Klinikums gewechselt war, wird im Mai der Mediziner Erikos Vlachavas. Der Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie arbeitet derzeit am Städtischen Klinikum Dessau-Roßlau. Zum 1. Juli übernimmt Forat Al-Rawi die Position des Chefarztes der Neurologie. Er ist derzeit noch Oberarzt der Neurologie am Hochsauerlandklinikum Arnsberg.
Versorgung auf dem Land sicherstellen
Die Neubesetzungen seien eine gute Entwicklung, heißt es aus der Staatskanzlei. Die Nachbesetzung offener Stellen erfolgt auch mit Blick auf die Erfüllung der Qualitätskriterien für die Zuteilung von Leistungsgruppen bei der Krankenhausstrukturreform, so Schweitzer. Das Land werde sich weiter dafür einsetzen, dass die Bundesländer die Möglichkeiten erhalten, die Versorgung auch in weniger dicht besiedelten Bereichen auf hohem Niveau zu erhalten.
Die Bürgerinitiative will die Klinikleitung mit allen Möglichkeiten unterstützen, um das unveränderte Leistungsspektrum des Meisenheimer Krankenhauses einschließlich der ambulanten Bereiche zu sichern, versichert BI-Sprecher Dieter Kron. Die Geschäftsführung des Landeskrankenhauses werde an die Zusage des Ministerpräsidenten erinnert, „wann immer dies notwendig erscheint“.