Fragen und Antworten RHEINPFALZ Plus Artikel Rüllbergbad und Freibad Königsberg: Warum die Freibadsaison aktuell in Gefahr ist

Das Freibad Königsberg in Wolfstein: ein Foto aus der vergangenen Saison.
Das Freibad Königsberg in Wolfstein: ein Foto aus der vergangenen Saison.

Mitte Mai soll die Saison im Rüllbergbad sowie im Freibad Königsberg starten. Derzeit gibt es jedoch ein großes Problem. Das Wichtigste dazu in unserem „Fragen und Antworten“.

Nach Herzenslust schwimmen und eine gute Zeit im Rüllbergbad bei Homberg oder im Freibad Königsberg in Wolfstein erleben – das wollen Jahr für Jahr viele Besucher. Die Saison startet am 14. Mai, die Pächter für beide Kioske sind in den Startlöchern, Kurse sind schon geplant – jedoch ist die Saison aktuell in Gefahr.

Wo drückt der Schuh beim Betrieb der Freibäder?

Die Infrastruktur steht, Pächter für den Kioskbetrieb sind da, auch an Ideen für die Saison mangelt es nicht, aber für den sicheren Betrieb der beiden Bäder ist ein gewisser Personalstamm nötig und daran scheitert es derzeit. Alle Aufrufe zur Gewinnung von Rettungsschwimmern verhallten bislang ohne Reaktion. Zusätzlich verschärft wird die ohnehin schon schwierige Situation durch einen kurzfristigen Ausfall, dessen Dauer derzeit noch nicht absehbar ist.

Was passiert, wenn sich keine Aushilfen finden?

„Wir wissen derzeit noch nicht, wie es laufen soll oder kann. Im schlimmsten Fall müssen wir Öffnungszeiten kürzen oder ein Bad gar geschlossen halten“, stellt Gina Rupertus von den Verbandsgemeindewerken Lauterecken-Wolfstein, die zuständige Sachbearbeiterin für die beiden Freibäder, klipp und klar fest. „Der Personalmangel ist akuter denn je, wir suchen auf allen Wegen händeringend nach Aushilfen, aber es findet sich einfach niemand.“ Das vorhandene Personal mit unzähligen Überstunden belasten können und wollen die Verantwortlichen nicht. Sie sollen nicht „verheizt“ werden, denn das könnte die Situation noch weiter verschärfen. Daher könnte es beispielsweise nötig werden, um die Mittagszeit zu schließen, um dem Personal eine Pause zu ermöglichen. Die Planungen für die kostenlosen Kinderschwimmkurse sind bereits angelaufen, auch für die Aquafitness und weitere Aktivitäten – auch dafür ist eine Badeaufsicht unerlässlich.

Lässt sich das Problem noch kurzfristig beheben?

„Wir setzen alles daran, damit alles wie geplant laufen kann“, sagt Rupertus. Die Badegäste wollen zwar am liebsten den ganzen Tag über schwimmen, aber keiner möchte aushelfen, daher richtet sie einen Appell an alle: „Wer fordert, dass das Bad offen ist, sollte jetzt handeln“ – und sich bewerben, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Welche Voraussetzungen müssen Aushilfen erfüllen? Welche Aufgaben müssen sie übernehmen?

Interessenten müssen mindestens 18 Jahre alt sein, einen aktuellen Erste-Hilfe-Kurs (nicht älter als zwei Jahre) vorweisen können sowie das Rettungsschwimmabzeichen in Silber besitzen. Das könne auch jetzt vor der Saison noch schnell erworben werden, wie Rupertus mitteilt. Die Verwaltung helfe dabei auch gerne. Die Beschäftigung könne als Minijob, kurzfristige Beschäftigung sowie in Teilzeit erfolgen. All das werde auch ordentlich entlohnt: Für die Aushilfen gebe es einen Stundenlohn von 17,55 Euro. Zu den Aufgaben gehören die Beaufsichtigung des Badebetriebes, die Sicherstellung der Badeordnung, die Betreuung der Gäste sowie die Unterstützung bei allgemeinen Pflegearbeiten. Interessenten können sich telefonisch unter 06382 791408 oder per Mail an freibad@vg-lw.de bewerben und weitere Informationen erhalten.

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