Meinung
Otto Rubly: Vom Landwirt zum Landrat zum Landtagsabgeordneten
Er hat es schon wieder getan. Nachdem Christdemokrat Otto Rubly der SPD den über Jahrzehnte sicheren Landratsposten entrissen hat, endet nun eine weitere seit Jahrzehnten währende SPD-Vorherrschaft: Rubly hat den Genossen das Direktmandat für den rheinland-pfälzischen Landtag entrissen. Es ist Rublys Erfolg, denn er hat deutlich mehr Stimmen für sich gewonnen, als Menschen im Landkreis mit der Zweitstimme die CDU gewählt haben.
Bitter ist die Niederlage für SPD-Kandidat Oliver Kusch. Er konnte mit seinen Wahlkreisstimmen nicht mit der SPD-Landesstimme im Kreis mithalten, hat das Direktmandat verloren. Doch seine Arbeit in Mainz wird der Mediziner wohl fortsetzen können. Über die Landesliste, dort steht er auf Platz 27, wird er voraussichtlich weiter im Landesparlament bleiben.
Monzon kann schon früh feiern
Schon früh am Abend konnte dagegen die AfD-Kandidatin Catalina Monzon ihren – wenig überraschenden – Einzug in den Landtag feiern. Sie stand auf Platz fünf der Landesliste und hat, obwohl erst seit den Kommunalwahlen 2024 politisch aktiv, bei den Direktstimmen den dritten Platz erreicht.
Das Ausscheiden der Freien Wähler aus dem Landtag ist für Helge Schwab besonders tragisch. Hätte seine Partei die Fünf-Prozent-Hürde genommen, wäre der Hüfflerer (Platz 4 auf der Landesliste) sicher im Landtag geblieben. Er hat in den vergangenen Jahren viel Herzblut in das Projekt gesteckt und die Parlamentarische Gruppe nach dem Verlust des Fraktionsstatus in ruhigere Fahrwasser geführt.
Abschied nach 15 Jahren
Nach 15 Jahren endet auch für Andreas Hartenfels (BSW, für die Grünen 2011 in den Landtag eingezogen) die Zeit als Abgeordneter in Mainz. Das Bündnis Sahra Wagenknecht, dessen rheinland-pfälzischer Spitzenkandidat er ist, hat es nicht in den nächsten Landtag geschafft, wird in den Wahlergebnissen unter „Sonstige“ geführt.
Katja Daish (Grüne), Sebastian Demmel (Linke) und Tonit Haliti (FDP) hatten von Anfang an keine echte Chance auf das Direktmandat im Wahlkreis 41. Mit ihren Kandidaturen haben die drei zumindest dafür gesorgt, dass ihre Positionen und die Standpunkte ihrer Parteien in Diskussionsrunden und in der Berichterstattung stattgefunden haben.
Hinweis: Bis zum Abmelden der Print-Seiten für den Druck (nach 23 Uhr) fehlte das Ergebnis aus Offenbach-Hundheim.
