Kreimbach-Kaulbach Neue Windräder: So will die Gemeinde profitieren

Weitere Windräder sollen bei Kreimbach-Kaulbach gebaut werden. 2028 könnten sie in Betrieb gehen.
Weitere Windräder sollen bei Kreimbach-Kaulbach gebaut werden. 2028 könnten sie in Betrieb gehen.

Zwei weitere Windräder sollen bei Kreimbach-Kaulbach entstehen. Durch einen Kniff bei der Planung sollen die Anlagen mehr Geld in die Gemeindekasse spülen.

Für das Vorhaben der Mainzer Firma Wiwi Consult, in unmittelbarer Nachbarschaft zur bereits bestehenden Freiflächen-Solaranlage in Richtung Niederkirchen-Morbach zwei weitere Windkraftanlagen zu bauen, hat der Gemeinderat Kreimbach-Kaulbach grünes Licht gegeben. Das Unternehmen, das in der Gemeinde bereits als Betreiber von Wind- und Sonnenkraftwerken unterwegs ist, präsentierte die Planung für die beiden Windräder in der Gemarkung Pfaffenbusch nicht zum ersten Mal. Neu sind bei der aktuellen Planvorstellung allerdings die Standorte für die beiden Windräder, die auf Wunsch der Gemeinde gegenüber der ursprünglichen Planung leicht versetzt wurden.

Wie Patrick Hassenpflug, Prokurist von Wiwi Consult, berichtete, war bei der ersten Vorstellung im Frühjahr im Rat die Idee entstanden, den Standort der nördlichen Windkraftanlage um wenige Meter zu verschieben, so dass das Fundament der Anlage sowie der Bereich, der vom Rotor überstrichen wird, zu 100 Prozent auf Gemeindegrund liegen – wodurch die Gemeinde höhere Pachteinnahmen für sich verbuchen könnte. Dem Wunsch habe man, so Hassenpflug, „gerne entsprochen“, musste dafür allerdings auch den Standort der zweiten Windkraftanlage versetzten. „Bei den Windrädern ist es ähnlich wie bei einem Flugzeug. Die Rotoren bilden sogenannte Wirbelschleppen aus, die sich im Extremfall negativ auf die Struktur von anderen Windrädern auswirken können, wenn diese zu nahe beieinander stehen.“ Dies habe allerdings für die Gemeinde durchaus positive Folgen: Der Rotor überstreiche nun einen der Gemeinde gehörenden Wirtschaftsweg, was Kreimbach-Kaulbach ebenfalls höhere Pachteinnahmen beschere.

Anbindung ans Stromnetz kein Problem

In den kommenden Monaten sollen nun die Grundstücke erworben werden, die für den Bau der südlichen Anlage benötigt werden. 2025 sollen dann die naturschutzrechtlichen Untersuchungen folgen, 2026 könne das Genehmigungsverfahren in Angriff genommen werden. Mit dem Bau und der Inbetriebnahme der beiden Windräder sei für 2028 zu rechnen – wenn alles optimal laufe, sagte der Wiwi-Prokurist.

Relativ einfach sei die Anbindung der beiden Windkraftanlagen an das Stromnetz. Da das Unternehmen sehr eng mit der Wörrstadter Firma Juwi zusammenarbeite, die in der Nordpfalz zahlreiche Windparks betreibt, sei es möglich, deren Umspannwerk bei Morbach als Einspeisepunkt zu nutzen. Ortsbürgermeister Werner Gillmann betonte in der letzten von ihm geleiteten Sitzung die gute Kooperation mit dem Mainzer Unternehmen. Er hofft, dass sich in naher Zukunft die finanzielle Situation der Gemeinde durch die Pachteinnahmen und die sogenannten Akzeptanzzahlungen für Wind- und Sonnenkraftwerke deutlich verbessere.

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