Kusel RHEINPFALZ Plus Artikel Modegeschäft „Pop 2000“: Mitte Juni ist Schluss

Judith Geuer (links), hier mit Mitarbeiterin Doris Weidler, gibt das Kuseler Kleidergeschäft „POP 2000“ auf. Als Grund nennt sie
Judith Geuer (links), hier mit Mitarbeiterin Doris Weidler, gibt das Kuseler Kleidergeschäft »POP 2000« auf. Als Grund nennt sie die gestiegenen Miet- und Nebenkosten.

In Kusel schließt ein weiteres Einzelhandelsgeschäft seine Türen: Nach mehr als drei Jahrzehnten wird das Modehaus „Pop 2000“ in Kürze aufgegeben. Was die Gründe sind.

Die vergangenen elf Jahre hat Judith Geuer das Bekleidungsgeschäft „Pop 2000“ geführt, nachdem sie zuvor bereits als Angestellte für den früheren Inhaber tätig gewesen war. Als dieser sich aus dem Unternehmen zurückzog, wagte sie den Schritt in die Selbstständigkeit. „Ich gebe den Laden jetzt auf, da die Miete und die Nebenkosten mittlerweile zu hoch geworden sind“, erklärt Geuer. Der Umsatz sei über die Jahre hinweg stabil geblieben, doch die steigenden Kosten hätten dazu geführt, dass sich das Geschäft nicht mehr rentabel betreiben lasse.

Ein Rückgang der Kundschaft sei ebenfalls nicht ausschlaggebend gewesen für ihren Entschluss. Auch während der Corona-Pandemie sei das Geschäft nicht entscheidend geschwächt worden. „Wir haben viel über das Internet verkauft, Bestellungen per Whatsapp entgegengenommen und ausgeliefert – so haben wir überlebt.“

Freundschaftliches Verhältnis zu Kunden

„Pop 2000“ war ursprünglich mitten in der Stadt gelegen, zog später in die Bahnhofsarkaden um. Auf rund 320 Quadratmetern Verkaufsfläche bietet das dreiköpfige Team Herren- und Damenmode an, insbesondere auch in Konfektionsgrößen von 46 bis 62. Die Kundschaft kommt nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern auch aus einem weiteren Umkreis – beispielsweise aus Lauterecken und Birkenfeld. Der Ausverkauf hat bereits begonnen. Der 13. Juni ist der letzte Öffnungstag – es bleibe also noch ausreichend Zeit, um die Räumlichkeiten zu leeren. „Ende Juni übergeben wir den Laden“, so Geuer.

Über die Jahre sei ein enges, fast freundschaftliches Verhältnis zu vielen Menschen entstanden, die regelmäßig in ihrem Laden eingekauft haben. „Sie waren nicht nur Kunden, sondern gute Bekannte. Wir haben oft auch über private Dinge gesprochen“, sagt Geuer. Etliche Stammkunden hätten ihre Entscheidung mit großem Bedauern aufgenommen. Die Inhaberin blickt mit Dankbarkeit zurück: „Es war eine sehr schöne Zeit.“ Und sie verspricht, dass sie der Branche treu bleiben wird: „Weil mir die Arbeit Freude macht, werde ich weiterhin im Modebereich tätig sein.“

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