Lauterecken RHEINPFALZ Plus Artikel „Machen statt meckern“: CDU-Kandidatin Isabel Steinhauer-Theis stellt ihre Ziele vor

Nicht nur dank regionaler Weine: Die Vorstellung von Bürgermeisterkandidatin Isabel Steinhauer-Theis im Veldenzschloss lief alle
Nicht nur dank regionaler Weine: Die Vorstellung von Bürgermeisterkandidatin Isabel Steinhauer-Theis im Veldenzschloss lief alles andere als trocken ab.

Was will Isabel Steinhauer-Theis ändern, sollte sie Bürgermeisterin der VG Lauterecken-Wolfstein werden? In Lauterecken stellte die Kandidatin vor, was sie anpacken möchte.

In der vielzitierten „alten Frische“ begrüßte Isabel Steinhauer-Theis am Samstagabend die zahlreichen Besucher zur politischen Weinprobe im Veldenzschloss. Dass sie bereits eine Mitgliederversammlung des Fördervereins Pfalz Veldenz mit langer Tagesordnung und einen Vortrag zur Geschichte der Pfalz-Veldenzer in den Knochen hat, war ihr nicht anzumerken. „Das war schon lang, aber ich bin gerne mit den Leuten im Gespräch, das macht mir Spaß“, sagte die 49-Jährige, die den Chefsessel der Verbandsgemeinde (VG) Lauterecken-Wolfstein anstrebt.

Die gelernte Landwirtin, die anschließend Internationalen Agrarhandel studierte, ist nicht erst in den vergangenen Jahren kommunalpolitisch aktiv. „Mit 16 Jahren war ich bei der Jungen Union, nach dem Studium wurde ich mit Anfang 20 in den Stadtrat gewählt“, sagte Steinhauer-Theis. Anschließend folgten als Stationen der VG-Rat, der Kreistag und das Amt der Stadtbürgermeisterin.

Ländliche Region ein „wertvoller Schatz“

„Wir sind seit vier Generationen eine politische Familie, es ist gefühlt genetisch“, scherzte die vierfache Mutter und Präsidentin der Landfrauen Pfalz. Dort stehe parteiübergreifend der Einsatz für Familie und den ländlichen Raum im Fokus – Themen, die sie mit Herzblut verfolge. Sie kämpfe für gleichwertige Lebensverhältnisse, am liebsten „nah bei den Menschen und gut vernetzt im Team“. Die ländliche Region sei ein „wertvoller Schatz“, auf den die Menschen stolz sein sollten: „Man kennt sich, keiner geht verloren.“

Es ist allerdings auch ein Schatz, der seine Tücken hat: Die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung oder die mangelhafte Finanzausstattung der Kommunen sind etwa Themen, die sie als Stadtchefin des Mittelzentrums Lauterecken nur zu gut kennt. Wichtig sei es, die Region attraktiv zu gestalten, mit passender Infrastruktur von Kitas und Schulen über die Nahversorgung, moderner Mobilität bis zu starken Rahmenbedingungen für Handwerk bis Ehrenamt.

Nicht immer mit dem Strafzettel winken

Bei Besuchen der 41 Ortsgemeinden kamen laut Steinhauer-Theis vor allem zwei Themen immer wieder zur Sprache: das Bürgerbüro sowie das Ordnungsamt. An beiden Stellen wolle sie als Bürgermeisterin das derzeitige Vorgehen anpassen. Demnach sollte es als verlässlicher Dienstleister weiterhin Termine im Bürgerbüro geben, jedoch auch ein bis zwei Tage ohne Terminvergabe. „Die Kombination wäre die beste Lösung“ ist sie überzeugt.

In Sachen Ordnungsamt solle zwar nicht von Sicherheit und Recht abgerückt, jedoch mehr auf Dialog und die richtige Balance gesetzt werden. Steinhauer-Theis: „Wenn ein älterer Mann seine Frau, die nur noch schlecht gehen kann, vor der Apotheke aussteigen lässt, sollte man mit Augenmaß handeln.“ Nicht immer sei es die beste Lösung, direkt mit dem Strafzettel zu winken.

„Machen statt meckern“ als Motto

Sie wolle zuhören, nach Lösungen suchen, statt zu erklären, warum Dinge nicht gehen, erläuterte die 49-Jährige ihren Ansatz. Gleichzeitig wolle sie Entscheidungen treffen, um Stillstand zu vermeiden. „Machen statt meckern“ sei ihr Credo und so lamentierte sie auch nicht, als plötzlich ein Lautsprecher laut rauschte – bis Gatte Marco diesen zum Schweigen brachte.

Selbst als der Laptop zeitweise ein Eigenleben führte, blieb Steinhauer-Theis bei der Sache: Sie zeigte, wie sie gemeinsam mit dem Lauterecker Stadtrat Projekte vorangetrieben hatte, um die Mittelzentrumsfunktion auch für die Nachbargemeinden aufrechtzuerhalten. Beispiele seien die Stadtsanierung mit neuen Begegnungsräumen, der Einsatz für die Jugend oder Straßensanierungen – aktuell laufen Arbeiten an der Lautertalstraße. „Montag in acht Tagen kommt die Deckschicht am Stadteingang, dann geht es weiter am Knotenpunkt und in der Cronenberger Straße“, kündigte die Stadtbürgermeisterin an.

Damit der Wahlkampf erst gar nicht trocken werden konnte, setzte Steinhauer-Theis auch hier auf Teamwork und Regionalität. Während sie das Politische übernahm, sorgten für den Genuss Helena Kreischer vom gleichnamigen Weingut mit Weinen und Seccos, angebaut in Offenbach-Hundheim sowie Thorsten Moser von den Wolfsteiner Weinfreunden, der eine nicht minder bunte Auswahl aus Wolfsteiner Gefilden mitbrachte. Nicht fehlen durfte die Weinkreation „Pink“ – eine Farbe, die untrennbar mit der Bürgermeisterkandidatin verbunden ist.

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