Schönenberg-Kübelberg
Kita, Bauhof und Discounter-Erweiterungen: Was in Schönenberg-Kübelberg für 2026 geplant ist
„Es wird in diesem Jahr eine Menge Spatenstiche geben“, sagt Thomas Wolf (CDU), Ortsbürgermeister in Schönenberg-Kübelberg. Einer der ersten gilt im Frühjahr dem Neubau der Kita St. Valentin. Ein Projekt, das schon länger auf der Liste steht, sagt Wolf. Geplant ist, auf dem jetzigen Kita-Gelände ein neues Gebäude zu errichten. Sobald der Neubau fertig ist, werden die Kinder dort betreut, und die alte Einrichtung wird abgerissen. Auf der Fläche des jetzigen Gebäudes wird dann ein weiterer Kita-Komplex errichtet.
Die geschätzten Baukosten haben sich von 3,2 Millionen Euro auf rund 7,9 Millionen Euro erhöht. „Vom Kreis Kusel erhalten wir jedoch eine höhere Förderung als zunächst erwartet“, sagt Wolf. Die Kita, in Bauträgerschaft der Gemeinde und in Betriebsträgerschaft der katholischen Kirche, wird um eine Gruppe erweitert. Da der Bedarf an Kita-Plätzen gestiegen ist, wird die evangelische Kita ab März einen auf drei Jahre gemieteten Container erhalten.
Neues Gewerbe im Mehlpfluhl
Ein weiterer Spatenstich wird für den Neubau der DRK-Rettungswache vorgenommen. „Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das für das Rote Kreuz passende Gelände zu kaufen. Denn wir sind sehr stolz darauf, dass wir die Rettungswache hier haben“, betont Wolf. Das DRK wird dann das Gelände von der Gemeinde erwerben.
Unweit dieses Standorts wird der Aldi-Markt erweitert, und der Penny-Markt wird einen Glaskorpus anbauen – die entsprechenden Genehmigungen sollen demnächst erteilt werden.
Ein weiterer Spatenstich wird im Mehlpfuhl erfolgen: für den größeren Bauhof. Das bisherige Bauhofgelände in der Elisabethenstraße wird aufgeteilt. Für die dort entstehenden drei Bauplätze lägen etliche Anfragen vor. Im Mehlpfuhl tut sich noch mehr. Der Lidl-Markt erweitert seine Verkaufsfläche um 400 Quadratmeter. Dafür wird Wolf zufolge eine Erschließungsstraße gebaut, durch die zwei neue Gewerbeflächen mit je 4000 bis 6000 Quadratmeter erreichbar werden. Eine ist laut Wolf bereits verkauft, für die zweite gebe es einige Interessenten.
Voran gehe es auch auf dem ehemaligen Sportplatz Schmittweiler. „Ein Investor, eine Baufirma, ist gefunden. Nun leiten wir als Gemeinde die nächsten Schritte ein.“
Fördermittel für LED-Straßenlampen
Weniger erfreulich für die Bürger: Die Nutzungsgebühren für die drei Bürgerhäuser werden erhöht. Grund sind die steigenden Betriebskosten und dass in den Brandschutz investiert werden musste. „Wir hatten bereits Teilsperrungen und Personenbeschränkungen angeordnet“, sagt Wolf.
Die Bürgerhäuser sollen genutzt werden, bis das Haus am See fertig ist. „Das kann aber noch etwas dauern.“ Eine Konzeptstudie für das Raumprogramm sei in Auftrag gegeben worden, um „grob die Kosten zu ermitteln“. Wolf geht von einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag aus. Erste Gespräche mit Investoren für das angeschlossene Hotel werden geführt. Mit der Vereinsunion habe sich die Gemeinde einigen können. „Wir haben das Haus gekauft und das Erbbaurecht abgelöst“, sagt der Ortsbürgermeister. Der Fehlbetrag, den der Verein hatte, sei nun ausgeglichen. Das Gebäude und das Grundstück der Gemeinde werden veräußert.
Stichwort Geld: Schönenberg-Kübelberg erhält rund 730.000 Euro aus dem regionalen Zukunftsprogramm. Das Geld soll vorrangig in die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik sowie in den Bau einer öffentlichen Toilette auf dem Marktplatz Schönenberg investiert werden. „Wir können allerdings erst beginnen, wenn der Haushalt 2026 abgesegnet sein wird.“
Wird Schönenberg-Kübelberg Mittelzentrum?
Neben dem Busbahnhof – dort geht in den nächsten Monaten der Mobilitätshub an den Start – entsteht am Kohlbach die „Öko-Mitwirkungsfläche“, die vom Kreis Kusel mit 100.000 Euro gefördert wird. Bei der Bürgerversammlung habe sich die Mehrheit für dieses Areal ausgesprochen. Dort werde ein Mehrgenerationenplatz eingerichtet, auf dem kleinere Veranstaltungen stattfinden sollen.
Gebaut wird auch im Kreuzungsbereich Schmittweiler-/Saarbrückerstraße beim Gasthaus Schleppi. Park-, Nebenflächen sowie die Gehwege werden erneuert. Eine Anliegerversammlung ist für 24. Februar terminiert. Wenngleich bereits Pläne vorliegen, werden die Franken- und Rubenstraße dieses Jahr nicht mehr ausgebaut, sagt Wolf.
Der Ortsbürgermeister ist zudem optimistisch, dass Schönenberg-Kübelberg 2026 Mittelzentrum wird. Denn in diesem Jahr wird der dafür maßgebliche Landesentwicklungsplan neu geschrieben. „Da sind wir hoffentlich dabei.“ Die Bewerbung hatte die Gemeinde 2019 beim rheinland-pfälzischen Innenministerium eingereicht. Würde die Gemeinde ausgewählt, würde sie höhere Schlüsselzuweisungen erhalten.