Lauterecken
Ideenwerkstatt: Lieblingsplätze im Kreis gesucht
Was sind Kulturschätze im Landkreis Kusel? Welche Wahrzeichen und Geschichten hat der Kreis zu bieten? Mit diesen und anderen Fragen befassen sich drei Ideenwerkstätten. Diese werden vom Team des Projekts Land L(i)eben und vom Verein Zukunftsregion Westpfalz (ZRW) organisiert. Bürger können dabei regionale Wahrzeichen nennen. Zudem werden Geschichten gesammelt. Beides wird dann digital erfasst und im Portal „Westpfalz Wiki“ gesammelt.
Von Bürgern für Bürger soll Wissen vor Ort gesammelt werden, um dann Einheimischen wie auch Touristen auf diese Weise ein digitales Abbild der Region zugänglich zu machen. Das Bedienen der Internetseite sei einfach und dadurch ein niederschwelliges Angebot zur Mitarbeit gegeben, dass sowohl den Hobbyhistoriker als auch den Enthusiasten seines Wohnortes ansprechen kann, sagte Arne Schwöbel vom Verein ZRW.
Hinzweiler stark im Westpfalz-Wiki vertreten
Zwar waren nicht allzu viele Besucher der Einladung gefolgt, das Ergebnis konnte sich aber sehen lassen. Mehr als 50 Kulturschätze und Lieblingsplätze hatten die Teilnehmer der Ideenwerkstatt letztlich auf kleine Zettel notiert und an einer Tafel befestigt, sich zudem zweieinhalb Stunden lang ausgetauscht, diskutiert und dadurch auch Überraschendes zu Tage gefördert.
Während auf der Plattform der Kreis Kusel in Summe noch recht marginal vertreten ist – so fehlen beispielsweise Infos und Bilder zum Königsberggipfel und dem Grumbacher Schloss –, ist Hinzweiler bereits mit 42 Eintragungen im Westpfalz-Wiki vertreten. Für die gesamte Westpfalz bewegt sich die Anzahl der Beiträge noch im dreistelligen Bereich.
Im Laufe des Austausches sind auch unterhaltsame Geschichten, die auf Interesse bei der Nachwelt stoßen dürften, aufgetaucht: So etwa die eines im Kirchturm bierbrauenden Rothselberger Pfarrers oder dem in einem Garten gefundenen Original der Nepomuk-Statue, die im Lauterecker Stadthaus zu sehen ist – die Replik schmückt die Glanbrücke.
Geringer Zuspruch
Wenn es jedoch um den Zuspruch aus der Bevölkerung geht, besteht definitiv noch Steigerungspotenzial. Sieben Mitarbeiter des Projekts Land L(i)eben und der ZRW, Kathrin Fritz von der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein, und gerade einmal zwei Interessierte fanden sich im Grafensaal des Veldenzschlosses ein.
ZRW-Vertreter Schwöbel machte dafür mehrere Ursachen aus: Möglicherweise sei die Veranstaltung zu wenig beworben worden, das Smart-City-Projekt im Nordkreis noch nicht richtig angekommen. Vielleicht liege es aber auch an der Selbstwahrnehmung der Region, die im Vergleich etwa zur Vorderpfalz weniger positiv sei, ergänzte Schwöbel. Auch Kira Keßler, Projektleiterin von Land L(i)eben, konnte sich den mangelnden Zuspruch nicht erklären und richtete den Blick mehr auf die Ergebnisse, „mit denen es sich arbeiten lässt“.
Info
Die Ideenwerkstatt der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan findet am Montag, 25. September, im Kuseler Horst-Eckel-Haus in Kusel, das Treffen in der Verbandsgemeinde Oberes Glantal am Mittwoch, 18. Oktober, im Bürgerhaus Dittweiler statt. Beide Veranstaltungen beginnen um 17.30 Uhr.