Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HWE festigt mit Auswärtssieg Rang drei

Stefan Marx erzielte gegen Illtal II vier Treffer. Bester HWE-Spieler war aber Rokas Vaitekunas (neun Tore).
Stefan Marx erzielte gegen Illtal II vier Treffer. Bester HWE-Spieler war aber Rokas Vaitekunas (neun Tore).

Das war deutlich! Die HWE Erbach-Waldmohr siegte am Samstagabend auswärts bei der MSG HF Illtal II mit 30:18 (15:11). Damit festigte das Team von Trainer Daniel Thum den dritten Tabellenrang in der Handball-Verbandsliga Saar.

Nachdem Peter Franzen, langjähriger Vorstand des SSV Homburg-Erbach, am 26. Januar verstorben war – war der Auswärtssieg nur ein Teil dessen, was die Mannschaft von Daniel Thum „für ihn abliefern“ will. „Ein Sieg nächste Woche im Spitzenspiel gegen Schmelz, das ist das, was wir noch mal für Peter erreichen wollen“, sagt Thum, der begeistert war von seinem Team, das mit einem lauten Ausruf „Auswärtssieg“ den doppelten Punktgewinn feierte.

Die Partie gestaltete sich nur in den ersten Minuten bis zum 4:4 (10.) ausgeglichen. „Wir waren zu Beginn schon etwas nervös. Wir haben gewusst, dass Illtal eine gute Abwehr und einen guten Gegenstoß hat“, erzählt Thum, dem schon im Vorfeld klar war, was auf seine Truppe zukommen würde. Doch bereits danach setzte sich Waldmohr vorentscheidend ab, führte wenige Minuten später mit 10:4 (16.). „Es war ein Kampfsieg. Das was wir wollten, haben wir umgesetzt. Wir sind in den Gegenstoß gekommen, haben die Abwehr dicht gemacht“, lobte Thum seine Mannschaft.

Freigetestet zum souveränen Auswärtssieg

Dazu konnte der HWE-Trainer kurzfristig, auch aufgrund einiger aus der Corona-Quarantäne freigetesteter Spieler, mit voller Mannstärke zum Auswärtsspiel ins saarländische Uchtelfangen, einem Ortsteil von Illingen, reisen. Zwar schmolz der Vorsprung noch vor der Halbzeit auf vier Tore zusammen, dennoch kam Illtal nicht mehr in Schlagdistanz zum Tabellendritten aus Waldmohr.

Auch nach der Halbzeit ließ sich die HWE die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Schnell setzte sich Waldmohr weiter ab, auch weil Kreisläufer Rokas Vaitekunas, in dieser Woche noch angeschlagen und lange fraglich, Tor um Tor warf. „Er hat immer etwas rausgeholt, hat fast jeden Ball gefangen. Wenn er kein Tor geworfen hat, war es eine Strafe oder ein Siebenmeter“, lobte Thum den bulligen Kreisläufer, der am Ende mit neun Treffern bester Spieler der HWE war.

Neuer Spieler mit zwei Treffern

Bereits nach 38. Spielminuten führte die HWE 21:13 und setzte sich in der Folge noch weiter ab. Sieben Spielminuten blieb Illtal kurz nach der Halbzeit ohne eigenen Treffer, während sich Waldmohr in dieser Phase mehr und mehr absetzte. Beim Stand von 27:15 (48.) sah es nach einem Debakel für die Hausherren aus Illtal aus. In den danach folgenden Spielminuten folgten nur noch drei Treffer auf jeder Seite.

Erstmals zum Einsatz kam bei Waldmohr auch Dacanuta Laucentiv, nach Auskunft von Thum ein ehemaliger moldawischer Nationalspieler, der gleich zwei Treffer für sein neues Team erzielte. „Es kamen alle Spieler, die auf dem Spielberichtsbogen standen, zum Einsatz. Wenn auch manche nur für ein paar Minuten“, berichtete Thum und freute sich, dass die gesamte Mannschaft ihren Anteil am Sieg hatte. Neben den neun Treffern von Vaitekunas, waren Tim Eder und Thomas Kirsch mit jeweils fünf Toren die treffsichersten Spieler der HWE.

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