Handball RHEINPFALZ Plus Artikel HWE: Corona-Sorgen, ein kranker Trainer und ein Hallenproblem

Die HWE Erbach-Waldmohr (hier Tim Eder) greift am Samstag gegen Schaumberg nach Monaten der Pause wieder ins Geschehen ein.
Die HWE Erbach-Waldmohr (hier Tim Eder) greift am Samstag gegen Schaumberg nach Monaten der Pause wieder ins Geschehen ein.

Qualitativ liegen Welten zwischen der HWE Erbach-Waldmohr und der derzeit bei der Europameisterschaft im Einsatz befindlichen deutschen Nationalmannschaft. Doch die Situation, mal wieder bedingt durch das Coronavirus, eint die beiden Teams. Hinzu kommt auch noch, dass nur eine Turnhalle zur Verfügung steht, die das übliche Training nicht zulässt.

„Die letzte richtige Trainingseinheit war Anfang Dezember. Da hatten wir schon zwei Corona-Einschläge“, erzählt Daniel Thum, Trainer der HWE Waldmohr kurz vor dem Spiel am Samstag (18 Uhr) bei RW Schaumberg in der Männer-Verbandsliga. Wenn der Anpfiff ertönt, musst Thum, dabei abermals auf einige Spieler verzichten. Zwei Akteure fallen aus, zwei weitere Spieler sind Kontaktpersonen dieser und wegen eines noch offenen Testergebnisses fraglich.

„Wir können nicht viel erwarten. Es versteht jeder, wenn wir am Samstag keine zwei Punkte holen“, meint Thum, vor dem Spiel gegen den Tabellenachten. Denn das Virus hängt den Handballern aus Waldmohr am Trikotkragen wie ein bulliger Abwehrspieler. Bereits im September mussten sich alle Aktiven- und auch die Jugendspieler einem Test unterziehen, da es Infektionen im Mannschaftsbereich gab. „Das war dann unglücklicherweise auch noch einer der Jugendtrainer“, erklärt Thum, der wegen einer Herzmuskelentzündung zur Zeit die Mannschaft weder im Training, noch im Spielbetrieb betreuen kann.

Trainer fällt mit Herzmuskelentzündung aus

So wird Daniel Neuhäuser, nach den Worten von Thum, ein HWE-Urgestein, früher Trainer und immer noch Spieler der zweiten Mannschaft, das Verbandsligateam betreuen. „Er wird auch unser Training in dieser Woche leiten“, fügt der frühere Oberligaspieler Thum an. Training? Dieses Wort sollte man dann aber nicht so genau nehmen und keinesfalls Wortklauberei betreiben. „Wir trainieren mit reduzierter Mannschaftsstärke“, sagt der HWE-Coach. Hinzu kommt, dass die Halle in Waldmohr wegen Renovierungsarbeiten nur eingeschränkt zur Verfügung steht.

Da wäre es doch besser, wie die DHB-Mannschaft von Trainer Alfred Gislason, einfach ein paar Spieler nachzunominieren. „Das können wir natürlich nicht“, stellt Thum lachend fest, der im Spiel gegen Schaumberg nach Möglichkeit über die Außen und durch das HWE-Gegenstoßspiel punkten will. „Sie haben große, massige Abwehrspieler und ein gutes Abwehrzentrum“, erklärt Thum, dessen Team letztmals vor zwei Monaten im Punktspieleinsatz war.

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