Schach
Holger Diehl vom Schachclub Rammelsbach ist neuer Pfalzpokalsieger
Der 51-jährige Diehl aus dem Altenglaner Ortsteil Mühlbach setzte sich im Finale gegen Reiner Junker vom SK 1912 Ludwigshafen durch und sicherte sich damit den Titel. Gleichzeitig qualifizierte er sich für den Dähne-Pokal auf Rheinland-Pfalz-Ebene sowie für das Meisterschachturnier beim Schachkongress im April in Ramstein-Miesenbach. Der Pfalzpokal ist Teil des Emil-Dähne-Pokals, eines renommierten Wettbewerbs, der nach dem ehemaligen Präsidenten des Deutschen Schachbundes benannt ist. Gespielt wird im K.o.-System, zunächst auf Bezirksebene, bevor die Bezirkssieger auf Verbands- und schließlich auf Landesebene gegeneinander antreten.
Für Diehl war der Triumph eine besondere Leistung, denn er galt in allen drei Partien auf Pfalzebene als Außenseiter. Seine Gegner hatten jeweils eine höhere DWZ-Wertung. Bereits im Bezirk IV, der Vereine aus dem Landkreis Kusel und Kaiserslautern umfasst, konnte er den dortigen Pokalwettbewerb für sich entscheiden.
Zwei vermeintlich stärkere Gegner geschlagen
Im Pfalzpokal setzte sich Diehl zunächst gegen Lorenz Busch (SC Bellheim) durch. Im Halbfinale traf er auf den hoch favorisierten Philipp Rölle vom SK Kaiserslautern 05, der mit einer DWZ-Wertung von 2169 deutlich stärker eingeschätzt wurde. Doch Diehl überraschte und gewann die Partie. Im Finale in Ludwigshafen musste er sich erneut gegen einen stärkeren Gegner behaupten. Reiner Junker (DWZ 2089) war nominell überlegen, doch Diehl nutzte seinen Vorteil mit den weißen Figuren geschickt aus. Nach 27 Zügen musste Junker dem Rammelsbacher zum Sieg gratulieren.
Holger Diehl spielt in der zweiten Pfalzliga für den SC Rammelsbach am ersten Brett und besitzt zudem ein zweites Spielrecht für die erste Mannschaft der SG Niedermohr/Hütschenhausen in der 1. Pfalz-Liga. Mit seinem ersten Pfalzpokal-Triumph krönt er seine bisherige Schachlaufbahn und stellt sein Können eindrucksvoll unter Beweis.