Homberg / Kirrweiler Grünschnitt: Gemeinsame Sammelstelle als Lösung?

Seit 2024 ist die Grünschnittsammelstelle in Homberg geschlossen (hier ein Symbolfoto). Nun schlägt Kirrweiler eine gemeindeüber
Seit 2024 ist die Grünschnittsammelstelle in Homberg geschlossen (hier ein Symbolfoto). Nun schlägt Kirrweiler eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit vor.

Die Grünschnittsammelstelle in Homberg ist seit 2024 geschlossen. Die Bewohner, auch der umliegenden Orte, müssen ihre Gartenabfälle nach Lauterecken fahren. Bald nicht mehr?

Seit vergangenem September steht die Sammelstelle in Homberg dauerhaft nicht mehr zur Verfügung. Für Abhilfe sorgen könnte nun eine interkommunale Zusammenarbeit. Kirrweilers Ortsbürgermeister Ralf Schuster hat nach eigener Aussage schon einige Gespräche dazu geführt. Jetzt nutzte er die Gelegenheit, um im Homberger Gemeinderat das Thema anzusprechen.

Demnach sei denkbar, in Kooperation einen Sammelplatz zu betreiben, an dem sich auch Homberg beteiligen könnte. Das wäre zwar mit Ausgaben verbunden, würde jedoch beiden Gemeinden nutzen, ist Schuster überzeugt. Der Platz müsste eingezäunt werden, die Installation einer Kamera sowie feste Öffnungszeiten wären seiner Meinung nach sinnvoll. Das größte Problem sei noch der Standort – in Kirrweiler, nahe der Windenergieanlagen, sei die Umsetzung schwierig. Dennoch fragte er: „Wir könnten das gemeinsam machen – hat Homberg Interesse?“

Gesprächsbereit, aber keine Verpflichtung

Sascha Lorentz, der als Erster Beigeordneter Hombergs Amtsgeschäfte führt, zeigte sich einerseits offen für eine Zusammenarbeit. Nach der Sitzung teilte er mit, dass man das Gesprächsangebot annehmen und sich mit Kirrweilerer Vertretern zusammensetze werde. Andererseits monierte er: „Jeder guckt auf Homberg, weil hier lange eine Sammelstelle war. Wir können gerne darüber reden. Ich sehe uns aber nicht in vorderster Front, nur weil es mal hier eine gab. Die wurde nicht aus Spaß geschlossen.“ Aus eigener Erfahrung fügte Lorentz hinzu: „Ich habe ein großes Grundstück und bringe alles nach Lauterecken – das tut nicht weh.“

Sowohl er als auch Schuster hätten schon beobachtet, dass Grünschnitt in den Wald gefahren werde. Das sei nicht nur verboten, sondern könne auch zu Problemen führen, indem sich invasive Pflanzen im Wald ausbreiteten. Die Fördergelder für das klimaangepasste Waldmanagement könnten dadurch unter Umständen verloren gehen. Homberg erhält jährlich etwas mehr als 11.000 Euro an Fördergeldern, die zweckgebunden in den Wald investiert werden.

x