Dittweiler / Altenkirchen RHEINPFALZ Plus Artikel Grünes Licht für Windräder bei Dittweiler und Altenkirchen

Drei Windräder sollen auf den Gemarkungen der beiden Gemeinden entstehen.
Drei Windräder sollen auf den Gemarkungen der beiden Gemeinden entstehen.

Der Bau dreier Windkraftanlagen von Pionext in Dittweiler und Altenkirchen rückt näher: Der Verbandsgemeinderat Oberes Glantal votierte mehrheitlich für die Planung.

Die geplanten Windräder der Firma Pionext in Dittweiler und Altenkirchen können nach dem Willen des Verbandsgemeinderats Oberes Glantal errichtet werden. Das Gremium sprach sich in seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich für eine Teiländerung des Flächennutzungsplans und damit für die „Isolierte Positivplanung Windpark Dittweiler – Altenkirchen“ aus.

Zu Beginn der Sitzung hatte die AfD-Fraktion beantragt, den Tagesordnungspunkt abzusetzen. Sie begründete dies damit, dass sie das Vorhaben nicht befürworte. Für den Antrag fand sich jedoch keine Mehrheit.

Neue Flächen für Windkraft genehmigt

Pionext plant, auf der Gemarkung Dittweiler zwei Windkraftanlagen zu errichten, auf der Gemarkung Altenkirchen eine weitere. Beide Gemeinden haben dafür bereits grünes Licht gegeben, obgleich es in den Gemeinden unterschiedliche Ansichten zu dem Windpark gegeben hatte.

Nach dem Flächennutzungsplan der früheren Verbandsgemeinde Schönenberg-Kübelberg dürften in den vorgesehenen Bereichen keine Windräder gebaut werden, da die Flächen nicht zu den festgelegten Konzentrationsflächen gehören. Das neue Windenergieflächenbedarfsgesetz erlaubt jedoch bis Ende 2027 die Ausweisung zusätzlicher Flächen für Windkraftanlagen im Rahmen der Isolierten Positivplanung. Für die Verbandsgemeinde Oberes Glantal wurden zusätzlich gut 116 Hektar genehmigt. Hinzu kommen die bereits zuvor festgelegten gut 464 Hektar Konzentrationsfläche für Windenergieanlagen.

Vorgesehener Flächenbedarf: 11,5 Hektar

Die geplanten Windräder in Dittweiler beanspruchen zusammen eine Fläche von 7,66 Hektar, die Anlage in Altenkirchen weitere 3,84 Hektar. Insgesamt werden damit 11,5 Hektar benötigt. Die mögliche Gesamtfläche von gut 116 Hektar wird damit deutlich unterschritten.

Kritik an dem Vorhaben kam im Verbandsgemeinderat unter anderem von Alwin Zimmer (AfD). Besonders in Dittweiler werde die Windkraftanlage zu nah an Wohnhäusern errichtet, monierte er. Er sprach von einer „Goldgräberstimmung“ bei der Windkraft: Zustimmungen erfolgten vor allem wegen schwieriger Haushaltslagen.

Der Altenkirchener Ortsbürgermeister Martin Böhnlein wandte ein, dass sich die Gemeinde die Entscheidung für das Windrad nicht leicht gemacht habe. Tatsächlich habe am Ende der finanzielle Aspekt eine maßgebliche Rolle gespielt. „Da kommt Geld in unsere Gemeinde, und das ist wichtig.“ Mehrheitlich – bei fünf Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen – beschloss der Verbandsgemeinderat die Teiländerung des Flächennutzungsplans zugunsten der Windkraft.

x