Homberg RHEINPFALZ Plus Artikel Fluch und Segen Pitzburg: Wie es mit den Vermietungen weitergehen soll

Idyllisch: Das Veranstaltungsgelände an der Pitzburg wird gerne für Feiern gemietet. Immer wieder kommt es aber zu Beschädigunge
Idyllisch: Das Veranstaltungsgelände an der Pitzburg wird gerne für Feiern gemietet. Immer wieder kommt es aber zu Beschädigungen, oder das Areal wird nicht in dem Zustand verlassen, in dem es zur Verfügung gestellt wurde.

Die Pitzburg ist ein beliebter Veranstaltungsort. Sie beschert der Ortsgemeinde Homberg Einnahmen, aber immer wieder auch Ärger. Wie es nächstes Jahr weitergehen soll.

An einigen Stellschrauben hat der Homberger Gemeinderat in Sachen Pitzburg bereits gedreht. Wie künftig mit dem Thema Vermietungen umgegangen wird, soll nun möglicherweise in einer Art Bürgerversammlung geklärt werden. „Wir stellen fest, dass Mieter sich immer weniger dafür interessieren, in welchem Zustand sie das Gelände hinterlassen, Wir haben schon die dollsten Sachen erlebt, und bei zehn Mietern hat man mit acht Ärger“, erläutert der Erste Beigeordnete Sascha Lorentz.

Er berichtet exemplarisch von Pflastersteinen, die entfernt werden, um Erdnägel für Zelte zu setzen, manipulierten Kettengliedern, um das Gelände schon im Vorfeld zu nutzen, sowie von Menschen, die trotz Einweisung und bebilderter Anleitung die Spülmaschine falsch bedienten und nachts um Hilfe bäten. „Die Pitzburg spielt Gelder ein, sie wird gut besucht – aber es gibt eben auch oft Ärger“, sagt Lorentz. Daher stehe im Raum, sie nur noch an bekannte Personen zu vermieten. Bevor eine Entscheidung getroffen wird, sollen allerdings die Homberger Bürger ihre Meinung äußern dürfen.

Mietpreis und Stromgebühren erhöht

Dabei habe die Gemeinde schon einiges versucht, um die Probleme in den Griff zu bekommen – und dazu im Vorjahr an der Gebührenschraube gedreht, sprich die Preise erhöht. So kostet das Wochenende seit diesem Jahr 220 Euro zuzüglich Nebenkosten und Sonderpositionen. Unter der Woche wird ein Grundpreis von 150 Euro erhoben. Die Kaution wurde auf 250 Euro festgesetzt. Zudem wurden die Stromkosten erhöht – auch für das Dorfgemeinschaftshaus. Bislang kostete die Kilowattstunde 45 Cent. Der tatsächliche Aufwand liege jedoch bei 53 Cent pro Kilowattstunde, wie Lorentz von der Verwaltung erfuhr.

Der Rat war sich schnell einig, die Kosten decken zu wollen und daher die Gebühr auf 60 Cent pro Kilowattstunde anzuheben. Ferner teilte der Erste Beigeordnete mit, er sei von Vereinen auch auf eine mögliche Umrüstung der Beleuchtung an der Pitzburg auf LED-Technik angesprochen worden. „Für die Umwelt und Energie ist das gut, aber es sind Kosten für die Gemeinde“, gab er zu bedenken. Daher soll nun überprüft werden, wo eine Umrüstung Sinn ergibt und wo nicht.

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