Schönenberg-Kübelberg Erneut seltene Giftschlange eingefangen

Ein schlangenaffiner Nachbar hat das Tier eingefangen. Da der Mann selbst Aspisvipern hält, konnte er die Schlange leicht identi
Ein schlangenaffiner Nachbar hat das Tier eingefangen. Da der Mann selbst Aspisvipern hält, konnte er die Schlange leicht identifizieren.

Schönenberg-Kübelberg. Dass sich eine Schlange in einem Garten aufhält, kommt vor. Der tierische Besucher am Gemeinschaftshaus der Evangelischen Christusgemeinde in der Schulstraße am Sonntag war allerdings ein seltener und auch giftiger Gast.

Um 12.43 Uhr sei die Feuerwehr wegen einer Schlange im Lichtschacht alarmiert worden, sagt Stefan Reichhart, der stellvertretende Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises. Da offenbar unklar war, um welche Art es sich handelt, habe einer der Wehrleute einen Bekannten verständigt, der privat Schlangen hält und züchtet: Achim Hempel. Nach dessen Eintreffen identifizierte er die Schlange als Aspisviper, die er ebenfalls zu Hause halte. Sie und die Kreuzotter sind die einzigen in Deutschland in freier Wildbahn vorkommenden Giftschlangenarten, obgleich Aspisvipern hier eigentlich nur im Südschwarzwald vorkommen. Das Tier habe den für Vipern typischen dreieckigen Kopf und geschlitzte Augen. Zudem unterscheiden sich die Muster beider Giftschlangenarten. Nach einigen Versuchen gelang es Hempel, das Tier mit dem Schlangenhaken zu fangen. Er betreue die Schlange derzeit bei sich zu Hause, hatte aber nach eigener Aussage bereits Kontakt zu einer Tier-Auffangstation. Wie das Tier in den Südkreis kam, ist unklar.

Vor zwei Jahren wurde unweit des EC-Gemeinschaftshauses schon einmal eine Aspisviper gesichtet. Hempel schließt aus, dass es sich nun um dasselbe Tier handelt. Das vor zwei Jahren gesichtete Tier sei ein Weibchen gewesen, das er nach einiger Zeit habe fangen können und in einiger Entfernung ausgewildert hat. Bei dem Tier vom Sonntag handelt es sich seinen Angaben zufolge um ein Männchen.

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