Welchweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Das sind die Vorschläge der Bürger für den Mehrgenerationenplatz in Welchweiler

Mit dem Abriss eines Wohnhauses hat sich die zur Verfügung stehende Fläche für den geplanten Mehrgenerationenplatz in Welchweile
Mit dem Abriss eines Wohnhauses hat sich die zur Verfügung stehende Fläche für den geplanten Mehrgenerationenplatz in Welchweiler auf rund 900 Quadratmeter vergrößert. Bei einem Ideenworkshop haben die Bürger zahlreiche Vorschläge für die Gestaltung des Geländes gesammelt.

Für die Gestaltung des geplanten Mehrgenerationenplatzes in Welchweiler gibt es bereits etliche Vorschläge. Warum bei manchen Projekten die Zeit mehr drängt als bei anderen.

Für den vorgesehenen Mehrgenerationenplatz in der Welchweilerer Ortsmitte hatte die Ortsgemeinde im Vorjahr zum Preis von 100.000 Euro ein Wohnhaus samt einem 500 Quadratmeter großen Grundstück neben dem Spielplatz in der Friedhofstraße erworben und danach abreißen lassen. Das Gebäude unweit des Dorfgemeinschaftshauses war an ein Nachbarhaus angebaut. Nach dem Abriss musste deshalb die freigelegte Giebelwand saniert werden. Der Rat hat dafür nun Verputzarbeiten in Höhe von rund 10.000 Euro vergeben. Außerdem wurde das Architekturbüro Megaron aus Kusel mit der Planung für die Überdachung und die barrierefreie Toilettenanlage des Platzes beauftragt.

Die dafür zur Verfügung stehende Fläche ist mit dem Rückbau des Hauses um rund 350 auf nun etwa 900 Quadratmeter gewachsen. Laut Ortsbürgermeister Michael Emrich erhält die Gemeinde aus dem Dritte-Orte-Programm des Landes sowie dem Regionalen Zukunftsprogramm (RZN) Fördermittel in Höhe von insgesamt 80.000 Euro. Geschaffen werde eine Begegnungsstätte, die Kulturangebote stärke und den sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum fördere. Gleichzeitig bekomme die Gemeinde einen geeigneten Platz für Veranstaltungen und Feste.

Von Getränkeautomat bis Fußballkäfig

An der Gestaltung des Areals sollen die Bürger beteiligt werden. Bei einem Ideenworkshop am 3. März hat fast ein Viertel der Einwohner Vorschläge eingebracht. Neben den bereits genannten Maßnahmen wurden zahlreiche weitere Optionen diskutiert. Den größten Zuspruch erhielten ein Getränkeautomat, eine Grillstelle, eine digitale Fußballwand, eine Musikanlage, eine mobile Bühne sowie ein Fußballkäfig mit Basketballkorb. Auch ein Outdoor-Bildschirm beziehungsweise ein Beamer wurde vorgeschlagen. Ein ursprünglich vorgesehenes Infoterminal fand dagegen wenig Zustimmung und soll nicht realisiert werden.

Da ein Getränkeautomat nicht förderfähig ist, müsste dieser aus dem Gemeindehaushalt finanziert werden. Vorrang haben daher zunächst die mit Hilfe von Zuschüssen umsetzbaren Projekte wie Überdachung, Toilettenanlage, Grillplatz und digitale Fußballwand. Sind danach noch Mittel verfügbar, sollen weitere Bürgerwünsche verwirklicht werden. Zudem möchte die Gemeinde durch Eigenleistung Kosten sparen: Beispielsweise könnten Bürger Pflasterarbeiten übernehmen.

Bei diesen Projekten ist Eile geboten

Emrich zufolge ist Eile vor allem bei den über das Dritte-Orte-Programm finanzierten Vorhaben geboten. Da das Smart-City-Projekt Ende kommenden Jahres ausläuft, müssten die daraus mitfinanzierten Maßnahmen – darunter die Überdachung und die digitale Fußballwand – bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein. Für die Verwendung der RZN-Mittel, die insbesondere für die Toilettenanlage vorgesehen sind, bleibe der Gemeinde dagegen mehr Zeit.

x