Kusel Das Kinett-Programm im April ist vielseitig

19. April: The Dharma Chain aus Australien.
19. April: The Dharma Chain aus Australien.

Nach dem Oster-Dschungel ist es Zeit für geordneten Rock'n'Roll im Kinett. Das April-Programm bietet Acts aus Schweden, Wales und Montreal.

Am Donnerstag, 9. April, 20 Uhr, startet das Kinett mit der Shoegaze- und Post-Punk-Truppe FC.Kleinstadt aus Baden. Die kommt mit spannungsgeladener Mucke „zwischen jugendlichem Aufbegehren und stiller Verletzlichkeit“. Ein Sound, der Wände aus „verzerrten Gitarren, treibenden Rhythmen und traumhaften Passagen“ baut und sie ins Schwanken bringt. Im Kern dieses Klangs liegt das Trauma vom Aufwachsen in einer behüteten Kleinstadt. Zuvor wird die Baseler Indie-Punk-Künstlerin Melicious in melodiöse Traumwelten einführen.

Am Freitag, 10. April, 20 Uhr, sind die Schweden am Start: The Riven um Sängerin Totta Ekebergh gab im Mai 2023 einen Überraschungsbesuch im Kinett und hat das Kuseler Publikum „total weggeblasen“, so die Betreiber Butz und Becker. Nun gibt es einen geplanten Besuch, bei dem die Schweden ihren klassischen 70er-Jahre Hardrock zum Besten geben, mit viel ,„Thinlizzyhaftigkeit“ und stimmlicher Naturgewalt von Ekebergh.

11. April: Boppin’ B
11. April: Boppin’ B

Am Samstag, 11. April, 20 Uhr, bringt Boppin’ B ein neues Album ins Haus, das 16. in ihrer 40-jährigen Karriere. Entsprechend des Titels „Solid as a Rock“ gibt die Band Eigenkompositionen aus in ihrem Rock’n’Roll-Swing-und-Rockabilly-Soundmix. Dazu ein klares Statement: Echter Rock’n’Roll ist zeitlos und solide!

Am Sonntag, 12. April, 20 Uhr, gibt es ein Country-Double Feature: Die Bands Golden Boots und Thee Verduns aus Arizona und Lothringen haben ihre eigenen Vorstellungen von Country-Musik: „minimalistisch, direkt, politisch, mit der nötigen Punkattitüde vorgetragen“, klingt nach einem alternativen Blick auf eine amerikanische Tradition. Spannend!

am 17. April, 20 Uhr, wird es ein bisschen psycho, aber anders, als gedacht. Demented are Go ist eine Band aus Cardiff, Wales, und gilt als britische Pioniertruppe des Psychobilly-Genres. Die Band um Sänger Sparky hat in der Szene mittlerweile Legendenstatus und weiß ganz genau, wie man daraus eine Show auf großem Rock'n'Roll-Niveau zaubert. Dabei sein ist alles. Vorprogramm: Hot Waxing Action.

Am Samstag, 18. April, 20 Uhr, kommt Indie-Pop aus Montreal. Bibi Club gehörte 2024 zu den absoluten Highlights auf der Kinett-Bühne. Das Duo macht maximale Soundgewitter: emotional, eingängig und tanzbar. Adèle Trottier-Rivard ist eine sensationelle Sängerin, und Nicolas Basques ist eine Euphorie an der Gitarre. Also Tanzschuhe an!

Am Sonntag, 19. April, 20 Uhr, sind die Australier von The Dharma Chain los. Wobei die Aussies schon lange in Berlin leben und sich als die neuen Shoegaze-Darlings der hiesigen Szene etabliert haben. Die Zutaten sind einfach: ,„Ein exzellentes Debütalbum und irre gute Liveshows“, sagen die Kinett-Chefs. 2025 haben die Musiker ihre Feuertaufe im Kuseler Kulturzentrum absolviert. Mal abwarten, wie die zweite Runde verläuft.

Am Dienstag, 21. April, 20 Uhr, werden die deutschen Nordlichter von Grundeis aus der Hansestadt in Kusel einkehren und die Hamburger Kälte in heißen Post Punk von internationalem Niveau verwandeln. Inspiriert vom Schiffswrack in Caspar David Friedrichs ,,Eismeer“, wird Grundeis die Kuseler Landratten sicherlich auftauen.

24. April: Götz Widmann
24. April: Götz Widmann

Am Freitag, 24. April, 20 Uhr, kommt einer aus dem deutschen Süden. Der Liedermacher Götz Widmann aus dem bayerischen Bad Brückenau hebt lieber den Mittelfinger als den Zeigefinger. Also ein wahrer Punk unter den Songpoeten - wild, hochgradig amüsant, manchmal schockierend, aber immer mit einem unabhängigen Geist gegen die Maulkörbe der Gesellschaft. Sein Gesamtwerk umfasst zwanzig Alben voller radikaler Menschenliebe, eigenständigem Denken, herzerwärmendem Humor und am Ende viel Tiefsinn in einer grenzdebilen Welt. Mit seinem aktuellen Album ,,Blütenduft„ geht es in gleicher Manier weiter.

Das Finale im April bestreiten am Donnerstag, 30. April, 20 Uhr, die Damen und Herren von Honk – eine Trashcan-Country-Truppe aus Manchester und Dublin. Die Musiker generieren aus den staubigen Steppen der britischen Inseln ,,die Art von Countrymusik, die mit rumpeliger Punk-Attitüde jeden Kitsch aus dem Genre entfernt“, das behaupten sie zumindest selbst. Die Liveshows würden entsprechend schnell aus der Hüfte kleine Legenden schießen.

Karten

kinett-kusel.de

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