Handball / Tischtennis
Corona: Spielabsagen und Warten auf Entscheidungen
Aufgrund der kurzfristigen Spielabsage des HC St. Johann, gewann am Wochenende die HWE Erbach-Waldmohr kampflos und bekommt 2:0 Punkte gut geschrieben. Der HC St. Johann habe vergangene Woche bei der HWE angefragt, ob man das Spiel verlegen könnte, da aber vom HC kein konkreter Verlegungstermin vorgeschlagen wurde, waren Trainer Daniel Thum und der Verein nicht damit einverstanden.
„Wir möchten gerne jedes Spiel sportlich über die Bühne bringen, aber aufgrund der neuen 2G-plus-Regel hatten wir schon extra ein Konzept erarbeitet und jemanden organisiert, der die komplette Testung aller teilnehmenden Personen durchführt und waren deshalb nicht bereit, das Spiel kurzfristig zu verlegen. Sie wollten dann zunächst doch kommen, allerdings kam am Samstagnachmittag gegen 15 Uhr die Absage“, berichtet er. Die Heimpartie der HWE gegen St. Johann war ursprünglich für 17.30 Uhr vorgesehen.
Zwei Stunden vor Anwurf
„Wir bedauern die Absage sehr, aber leider sehen wir uns nicht verpflichtet, nach so einem kurzfristigen Nichtantritt das Spiel zu wiederholen“, sagt HWE-Trainer Thum. Nach wie vor wünscht er sich eine generelle Unterbrechung der Saison durch den Verband, das hatte er bereits Ende November betont: „Meiner Meinung nach könnte man jetzt die Saison unterbrechen und im neuen Jahr weiterspielen. Wegen der Pandemie ist der Spielplan extra so angelegt, dass auch Platz für eine Corona-Pause wäre“, sagte er damals. Doch der Handball-Verband Saar hat ein Schreiben an die Vereine versendet, dass sie die Saison nicht unterbrechen, aber Spielverlegungen in beidseitigem Einvernehmen möglich seien. In den benachbarten Ligen sieht es dagegen ganz anders aus: So hatte der Pfälzer Handball-Verband beschlossen, zunächst alle Spiele des vergangenen Wochenendes abzusetzen, um zunächst einmal Klarheit bezüglich der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz zu schaffen. Eine Entscheidung über eine möglicherweise längere Unterbrechung der Spielrunde 2021/22 soll in dieser Woche folgen.
Doch Thum & Co. treten ohnehin im Gebiet des HV Saar an und so wird er mit seinen Spielern ganz normal am Dienstag und Donnerstag trainieren und sich aufs letzte Spiel des Jahres gegen den TuS Brotdorf II vorbereiten. Seine Spieler nehmen das Training auch unter der 2G-plus-Regel gut an und ziehen mit, sagt Thum. Da in seiner Mannschaft alle schon geimpft seien, könnten grundsätzlich alle am Training teilnehmen. Die Regelung, dass geboosterte Spieler von der Testpflicht befreit sind, komme der HWE und dem Trainerteam ebenfalls zu Gute, da sich in der Mannschaft schon sechs solcher Spieler befinden. „Sollte Brotdorf auf uns zukommen und eine Verlegung erbitten, würden wir uns nicht dagegenstellen, aber Stand jetzt ist dies nicht erfolgt und so werden wir am Wochenende noch mal um zwei Punkte kämpfen“, gibt Thum zu Protokoll.
Tischtennis setzt aus
Einer der ersten Verbände, der noch vor Bekanntgabe der 29. Corona-Bekämpfungsverordnung reagierte, war der Pfälzische Tischtennis-Verband (PTTV). Schon am vergangenen Mittwoch wurde beschlossen, „die Meisterschaftsrunde ab dem 2. Dezember bis vorläufig 31. Dezember auszusetzen“. Davon betroffen sind alle Meisterschaftsspiele, sowie die Pokalrunde in allen Altersklassen und Ligen. Somit sind unter anderem die Pfalzligisten TTC Brücken und TTC Kreimbach-Kaulbach schon in die Winterpause geschickt worden. Die ausstehenden Vorrundenspiele sollen möglichst direkt im neuen Jahr gespielt werden, um in dieser Saison mindestens eine Wertung zu ermöglichen.