Kommunalwahl Beliebtester Ortsbürgermeister im Kreis Kusel: Drei Fragen an Philipp Gruber

Philipp Gruber: alter und neuer Ortsbürgermeister von St. Julian.
Philipp Gruber: alter und neuer Ortsbürgermeister von St. Julian.

Kein anderer Ortsbürgermeister im Kreis hat bei der Urwahl so viel Zustimmung erfahren wie St. Julians Ortschef Philipp Gruber. Was sein Erfolgsrezept ist und welchen Tipp er für seine Bürgermeisterkollegen hat, verrät er Michelle Pfeifer.

Herr Gruber, 92,7 Prozent Zustimmung im eigenen Ort ist ein sehr gutes Ergebnis. Bereits zum dritten Mal haben Sie nun über 92 Prozent erhalten. Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Transparenz, Ehrlichkeit und Humor. Bei uns gibt es keine Geheimnisse, nichts wird hinter vorgehaltener Hand besprochen. Zum Haushalt haben wir beispielsweise eine Einwohnerversammlung einberufen. Wenn wir über neue Windräder sprechen, erzählen wir das auch jedem. Ansonsten haben wir viele Projekte realisiert. Ein gewisser Vorteil ist vielleicht auch, dass ich vom Fach bin. Wir haben beispielsweise den Mehrgenerationenplatz realisiert, während Corona die Ölmühle saniert und sind beim ersten Leader-Aufruf mit unserem Warenautomat gleich mit dabei. Immer wenn sich eine Gelegenheit ergibt und es Sinn ergibt, ergreifen wir sie. Wir haben ein gutes Team, da ergeben sich viele Ideen. Mit das wichtigste ist aber ein gutes Netzwerk, denn allein kommt man nicht weit. Wenn man eine Idee hat, muss man wissen, wen man fragen muss. Und wenn die Idee von jemand anderem stammt, dann sage ich das auch. Ich schmücke mich nicht mit fremden Federn.

Haben Sie einen Tipp für andere Ortsbürgermeister?
(Überlegt kurz) Wenn man eine Idee hat, sollte man diese auch umsetzen – selbst wenn es am Anfang vielleicht etwas schwierig ist. Man sollte es auf jeden Fall probieren und sich Rat holen. Und dann sind eben vor allem Ehrlichkeit und Transparenz wichtig. Ich habe hier in der Verbandsgemeinde sehr viele sehr gute Ortsbürgermeisterkollegen, die richtig was bewegt kriegen. Das finde ich gut.

Wo sehen Sie sich denn in fünf Jahren? Im kommenden Jahr wird ja auch der höchste Posten in der Verbandsgemeinde Lauterecken-Wolfstein frei ...
Ich sage es mal so: Mein Anliegen ist es, mich für die Region einzusetzen. Das ist auch der Grund, weshalb ich mich damals für die Kreisverwaltung als Arbeitgeber entschieden habe. Meine Motivation für die Ortsgemeinde kann ich auch im VG-Rat einbringen. Da gucken wir mal, was nächstes Jahr so kommt.

Info

Weitere direkt gewählte Ortsbürgermeister mit Zustimmung über 90 Prozent sind: Matthias Doll, Schellweiler (91,7 Prozent); Thomas Danneck, Rammelsbach (90,3 Prozent); Rainer Krupp, Gries (90,1 Prozent).

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